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Arne Dessaul


Arne Dessaul © Katja Marquard
Arne Dessaul
1964
Wolfenbüttel
Bochum
Bochum, Landkreis Wolfenbüttel
Ruhrgebiet, Westfalen komplett
Thriller/Kriminalroman

Pressedaten

Erläuterungen und Bedingungen

Pressefotos und Logos zum Download in der Datenbank LITon.NRW

Das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. pflegt im Rahmen der NRW-Literatur-Online-Datenbank LITon.NRW (ehemals www.nrw-literatur-im-netz.de) seit Herbst 2003 eine Foto-Datenbank mit hochauflösenden Fotos von Autor*innen sowie Fotos und Logos von literarischen Institutionen und Projekten aus NRW. Der Service richtet sich an Medien und Literaturveranstalter*innen, die auf diese Weise unkompliziert an Pressefotos und/oder Logos gelangen können. Dieser Service ist (in der Regel) kostenlos. Wenn ein*e Autor*in / eine Institution / ein Projekt Pressefotos bzw. Logos zur Verfügung gestellt hat, ist unter dem jeweiligen Profilfoto das bzw. die entsprechende/n Symbol/e aktiv (anklickbar). Klickt man darauf, klappt bei den Pressefotos ein neues Menü aus, worüber sich das/die Foto/s herunterladen lassen; bei den Logos öffnet sich direkt ein neues Fenster, worüber diese direkt heruntergeladen werden können. Einem Download steht nichts entgegen, wenn die folgenden Nutzungsbedingungen akzeptiert werden:

Alle Rechte vorbehalten. Die Bildmaterialien dürfen lediglich für die redaktionelle Berichterstattung bzw. von Veranstalter*innen für ihre Öffentlichkeitsarbeit unter Angabe des Copyrights bzw. des*der Urhebers*Urheberin (falls im Datensatz angegeben) honorarfrei verwendet werden. Andere Nutzungen, insbesondere jede Art von kommerzieller Verwendung des vorliegenden Materials außerhalb der Medienberichterstattung oder Veranstaltungswerbung, ist ausdrücklich untersagt. Mit dem Download von Fotos bzw. Logos stimmt der*die Nutzer*in dieser Regelung ausdrücklich zu.

Infos für Autor*innen, literarische Institutionen und Projekte

Für die Bereitstellung von Fotos und Logos im Download-Bereich von LITon.NRW entstehen Autor*innen, literarischen Institutionen und Projekten keinerlei Kosten. Die Zurverfügungstellung des Fotos und/oder Logos erfolgt jedoch prinzipiell honorarfrei. Auch das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. als Betreiber der NRW-Literatur-Online-Datenbank stellt potenziellen Nutzer*innen dieses Services keinerlei Kosten in Rechnung. Es wird lediglich ein möglichst einfaches Verfahren angeboten, schnell an Fotos bzw. Logos für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu gelangen. Das Westfälische Literaturbüro übernimmt aus diesem Grunde auch keinerlei Haftung, falls die Download-Fotos/-Logos nicht für den Zweck der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Veranstalter*innen u.ä. genutzt werden.

Pressebild(er)

Arne Dessaul © Katja Marquard
Copyright
Arne Dessaul © Katja Marquard
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Arbeitsproben (2)

 

Aus: BAUERNJÄGER

Der Wasserstrahl spritzte gegen die Karosserie, traf schmatzend auf die Windschutzscheibe und peitschte ein paar kleine Lehmklumpen aus den Radkästen. Helmut, der mit seinen Gedanken ganz woanders war, wurde das eine oder andere Mal von den abprallenden Wassermassen erwischt und war nach wenigen Minuten so nass wie am letzten Sonntag, als er knapp zwei Stunden im Nieselregen gestanden hatte. Das war ihm in diesem Moment vollkommen egal. Dann würde er sich eben erkälten. Na und? Selbst einer drohenden Lungenentzündung mit Todesfolge stand er gleichgültig gegenüber.

Mechanisch machte er weiter, seifte das Auto ein, spritzte es ab, wurde immer nasser, lederte es ab und war schließlich fertig. Er räumte Schlauch, Eimer, Schwamm und Ledertücher weg und verzog sich für die nächsten Stunden in sein Kellerloch. Die Rufe seiner Mutter, unter anderem wegen der samstäglichen Kartoffelsuppe, ignorierte er. Immerhin zog er sich trockene Kleidung an und legte ein paar Platten auf, die ersten drei Alben von Led Zeppelin. Er drehte die Anlage nur halb auf. Bei zu lauter Musik wäre womöglich Vater nach unten gekommen, um sich zu beschweren. Er wollte unbedingt allein sein.

Er griff zu der Flasche Kräuterschnaps in seinem Regal, aber nur, um festzustellen, dass die Flasche leer war. Er hatte sie vor einer Woche, in der Nacht von Samstag auf Sonntag, ausgetrunken, als er sich ebenfalls wegen Elke in seinem Zimmer verkrochen hatte.

Genau diese Erkenntnis sollte es sein, die ihn überraschend schnell aus dem tiefsten Loch hervorholte. Würde er sich ab sofort allabendlich im Keller verschanzen, um sich mit Alkohol zu betäuben und die Wahrheit auszublenden? Auf diese Weise wäre er innerhalb eines Jahres ein Wrack.


Aus: TRITTBRETTMÖRDER

Werner stand hinter dem Tresen und bot das Bild des ewigen Gastwirts. Seine schwarze abgetragene Stoffhose hatte er mit schwarzen Hosenträgern sozusagen am Körper festgetackert. Die Hosenträger liefen eng über seine Schulter und zerknitterten sein Hemd. Von diesem Hemd konnte man schon längst nicht mehr sagen, ob es ursprünglich weiß war und nun langsam ergraute. Oder aber, ob es früher grau war und nun erbleichte, um besser mit Werners ungesunder Gesichtsfarbe zu harmonieren. Werners dünnes braunes Haar hing in fettigen Strähnen kreuz und quer über seinen Kopf, hinter seinem Ohr klemmte ein Bleistift, mit dem er Striche auf die Bierdeckel machte. Sein längliches Gesicht endete in einem schmalen Strich blasser Lippen, die gekonnt eine Zigarette einklemmten. Sie gaben ihr dabei so viel Bewegungsfreiheit, dass Werner inhalieren und Dampf ablassen konnte, ohne seine Hände benutzen zu müssen. Die Hände waren mit Zapfen beschäftigt und sie waren feucht.
Werner warf Helmut einen Blick zu, der vielleicht freundlich, vielleicht aber auch misstrauisch sein sollte. Das wusste man nie bei Werner. Er gehörte zu denen, die in Helmut immer noch ein bisschen den Bullen sahen, der sich jederzeit überlegen konnte, in irgendjemandes Dreck zu wühlen. Und irgendeine kleine Leiche hatte ja wohl jeder in seinem Keller liegen, oder nicht?


Geboren am 29. September 1964 in Wolfenbüttel. Nach Abitur, Grundwehrdienst und einer Ausbildung zum Kaufmannsgehilfen bei Jägermeister zog Arne Dessaul 1989 nach Bochum. An der Ruhr-Universität studierte er Publizistik, Anglistik und Wirtschaftswissenschaft. Bereits im Studium begann er als freier Journalist für Tageszeitungen, Stadtmagazine und Kundenzeitschriften zu schreiben. Seit 1994 arbeitet Dessaul als Redakteur in der Pressestelle beziehungsweise im Dezernat Hochschulkommunikation der Ruhr-Universität. Mittlerweile leitet er dort die Onlineredaktion. Seit 2016 veröffentlicht Dessaul darüber hinaus Krimis. Zwei sind bisher im Gmeiner-Verlag erschienen: "Trittbrettmörder" im Juli 2016 und "Bauernjäger" im Juli 2017. Arne Dessaul ist verheiratet und Vater zweier Töchter. Die Familie lebt in Bochum.

50. Helmut Jordans dritter Fall. Neobooks: Berlin 2018.
Bauernjäger. Helmut Jordans zweiter Fall. Gmeiner: Meßkirch 2017.
Trittbrettmörder. Helmut Jordans erster Fall. Gmeiner: Meßkirch 2016.

Felix Kannengießer: Arne Dessaul mordet wieder. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung 12.07.2017.
Maria Böhme: Die Leiche liegt auf seinem Schulweg. In: Braunschweiger Zeitung 10.07.2017.
Karl-Ernst Hueske: Dessaul arbeitet bereits am nächsten Krimi. In: Braunschweiger Zeitung 19.04.2017.
Daniela Schmidt: Trittbrettmörder treibt sein Unwesen. In Vorort Bochum 01.10.2016.
Sandra Reulecke: Blutige Abrechnung mit Abi-Klasse. In: Halberstädter Volksstimme 31.08.2016.

Zu: Bauernjäger

"Starke Krimikost, gerne mehr davon."
Erschienen in: Ruhr-Nachrichten 05.09.2017.

"Wer Trittbrettmörder mochte, wird bei Bauernjäger ganz sicher auch einen Mordsspaß haben."
Erschienen in: Braunschweiger Zeitung 10.07.2017.

Zu: Trittbrettmörder

"Trittbrettmörder ist dicht erzählt, nah an den Menschen und hat einen Schluss, von dem man noch länger etwas hat."
Erschienen in: Radio Bochum 08.10.2016.

"Ein großes, lebendiges Erzählvermögen und ein geschickt gespannter Spannungsbogen, der ohne blutrünstiges Morden auskommt, lassen die 400 Seiten wie im Flug vorübergehen."
Erschienen in: Vorort Bochum 01.10.2016.

"Ein klassischer Wer-war-es-Krimi voller überraschender Wendungen – mit einem sympathischen Protagonisten, der das Zeug zur Kultfigur hat."
Erschienen in: Neue Allgemeine Gesundheitszeitung 01.09.2016.

Autor*innenauskunft

Aktualisiert 19.11.2019