
Pressedaten
Erläuterungen und Bedingungen
Pressefotos und Logos zum Download in der Datenbank LITon.NRW
Das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. pflegt im Rahmen der NRW-Literatur-Online-Datenbank LITon.NRW (ehemals www.nrw-literatur-im-netz.de) seit Herbst 2003 eine Foto-Datenbank mit hochauflösenden Fotos von Autor*innen sowie Fotos und Logos von literarischen Institutionen und Projekten aus NRW. Der Service richtet sich an Medien und Literaturveranstalter*innen, die auf diese Weise unkompliziert an Pressefotos und/oder Logos gelangen können. Dieser Service ist (in der Regel) kostenlos. Wenn ein*e Autor*in / eine Institution / ein Projekt Pressefotos bzw. Logos zur Verfügung gestellt hat, ist unter dem jeweiligen Profilfoto das bzw. die entsprechende/n Symbol/e aktiv (anklickbar). Klickt man darauf, klappt bei den Pressefotos ein neues Menü aus, worüber sich das/die Foto/s herunterladen lassen; bei den Logos öffnet sich direkt ein neues Fenster, worüber diese direkt heruntergeladen werden können. Einem Download steht nichts entgegen, wenn die folgenden Nutzungsbedingungen akzeptiert werden:
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Infos für Autor*innen, literarische Institutionen und Projekte
Für die Bereitstellung von Fotos und Logos im Download-Bereich von LITon.NRW entstehen Autor*innen, literarischen Institutionen und Projekten keinerlei Kosten. Die Zurverfügungstellung des Fotos und/oder Logos erfolgt jedoch prinzipiell honorarfrei. Auch das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. als Betreiber der NRW-Literatur-Online-Datenbank stellt potenziellen Nutzer*innen dieses Services keinerlei Kosten in Rechnung. Es wird lediglich ein möglichst einfaches Verfahren angeboten, schnell an Fotos bzw. Logos für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu gelangen. Das Westfälische Literaturbüro übernimmt aus diesem Grunde auch keinerlei Haftung, falls die Download-Fotos/-Logos nicht für den Zweck der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Veranstalter*innen u.ä. genutzt werden.
Pressebild(er)

Arbeitsproben (4)
Aus: DIE TRAGENDE WAND
Die mit doppelt oder dreifach gelegtem Tüll vernagelten Fenster waren nicht nur von außen, sondern gewiss auch von innen ein Blickfang. Den Hausbewohnern lieferten sie über Jahre hinweg eine Empörung, die sie zusammenschweißte.
Ich wohnte nebenan. Meine Nähe war eine akustische. Hinter der Wand spielte Herr Luhn Kammermusik. Besonders in jener Tiefe der Nacht, die weder von den Ausläufern des Abends noch von den Vorläufern des Morgens Trost erfährt. Sätze aus Sonaten, Violinkonzerten und Chorälen. Sowohl Stücke, die Wechsel in höhere und schwierigere Lagen erforderten, als auch schlichte Lieder, deren Vibrato die Konturen der Gegenstände auflöste.
In den Pausen erfolgten oft gestoßene Laute, denen ich keine Befindlichkeit zuordnen konnte. Meine Eltern wurden nervös, wenn ich davon erzählte, und schlugen einen Tausch unserer Zimmer vor, was ich aber ablehnte. Schon mit sieben hatte ich ein Loch in den Putz gebohrt, um irgendwann auf der anderen Seite anzukommen. Damals hatte mein Vater gelacht und gesagt, zwischen Herrn Luhn und uns liege eine tragende Wand.
…
Monate später jedoch geriet ich in Sorge. An einem Wochenende bemerkte ich das Schweigen der Wand. Wenn ich zurückdachte, war sie schon mehrere Tage lang stumm gewesen. Meine Wahrnehmung hatte mit jener Verzögerung eingesetzt, die all dem Unbeachteten eigen ist, das irgendwann zu fehlen beginnt. Nachts horchte ich die Stille ab, indem ich mich nicht bewegte, meinen Atem stoppte und sogar mein Ohr als Stethoskop an die Wand legte. Ich versuchte zu ergründen, ob in einer tieferen Schicht dieser Stille nicht doch eine letzte Unschlüssigkeit lag.
…
Aus: Die tragende Wand. Wiener Werkstattpreis 2010. In: Uneigentliche Begegnungen. Verlagsgruppe Husum: Husum 2024.
Aus: GEZEITENKALENDER
Am Anfang immer ans Meer. Zu zweit den Kopf in den Sand und, wenn er frisch aufgeweht ist, die ersten Fußstapfen setzen. Im Spülsaum Bohrmuscheln auflesen. Zum Beispiel. Oder Treibhölzer. Oder geschliffenes Glas. Kostbarkeiten, die sich an Übergängen sammeln. Blau das Meer und verheißungsvoll; eine Einfachheit, die uns verführt. Am besten nur bis zum nächsten schönen Bild denken, dann mit dem Denken aufhören und in der Betrachtung verharren. Laut genug sind ja die Rhythmen des Wellenschlags, den der Wind in die Dünen trägt, laut genug, um die Sprachlosigkeit unhörbar zu machen und der Betäubung nicht gewahr zu werden.
Am Anfang immer ans Meer. Barfuß über die Rippelmarken laufen und im Wattschlick einen schnelllebigen Fußabdruck hinterlassen, der Sekunden später in der Gleichheit einer Fläche ertrinkt, die Festigkeit nur vortäuscht.
Den Lauf der Priele weiterträumen bis an die Horizonte. Wo sich alles ungehindert in sich selbst ausstrecken kann. Die ungebundene Ebene sprechen lassen, wie die Zweisamkeit es zugeraunt haben will. Uns im Flug der Möwen wiegen und wissen, dass auch in fallenden Bewegungen schon ein neuer Aufschwung liegt.
Und obwohl ich wissen müsste, dass nichts verletzlicher ist als das, was offen liegt, und nichts leichter zu vereinnahmen, frühstücke ich jeden Morgen in aller Seelenruhe ein Brötchen mit gesalzener Butter und glaube nach meinen Bedürfnissen. Reite mutig auf Wellenkämmen und lass mich in der Nacht liebkosen von meinem Mond. Du neben mir.
…
Alle Bewegungen nichts als Wellen, die kommen, sich zurückziehen und in anderer Gestalt wiederkommen. Jedes Mal der Trug, der Ankunft folge das Bleiben, und dann die Trauer, dass derselbe Schub auch wieder den Rücklauf antreibt. Wasser, immer nur in sich selbst gebrochen, nachdem es sich in stets neuen Anläufen aufgebäumt hat, voller Energie vorprescht, und es doch selten nur weiterbringt.
Aus: Gezeitenkalender. In: Der Dreischneuß, Lübeck 2007. Und in: Uneigentliche Begegnungen. Verlagsgruppe Husum: Husum 2024.
Aus: ANNÄHERUNG AN DIE ZIELSTRASSE
… Sind wir überhaupt auf dem richtigen Weg? frage ich vorsichtig, was aber schon unvorsichtig genug und angesichts von GPS sogar ziemlich dreist ist. Sofort wird der Tonfall des Mannes distanzierter. Hilflos und ergeben scheint er mich einigermaßen zu mögen, nicht aber skeptisch und zickig. Es gibt diesen Straßennamen nur ein einziges Mal, sagt er in belehrendem Tonfall. … Ist ja auch der markante Knick, den dieser Weg macht; muss ja richtig sein, denke ich. Und trotzdem gelange ich auf bewährtem Weg nicht ans Ziel. Es ist erniedrigend, etwas zu suchen, von dem man ganz genau weiß, wo es liegt. Und noch erniedrigender, es nicht zu finden.
…
Natürlich ist es das falsche Haus. Fast bin ich dankbar, dass der verbleibende Teil meiner Erwartung entspricht, dass es hier tatsächlich einen Heckenweg, Häuser und Hinterhäuser gibt. Ein Teil meiner inneren Wahrheit wenigstens deckt sich noch mit der äußeren. Aber eine Wirklichkeit, von der nur drei Viertel wahr sind, ist eine im Ganzen unbrauchbare.
…
Aus: Annäherung an die Zielstraße. In: Neue Prosa aus Schleswig-Holstein. Edition Literaturhaus Band 1. Hrsg. von Sara Dušanić und Dr. Wolfgang Sandfuchs. Kiel 2016.
Aus: WARTESCHLEIFE
Landeanflug. Verbunden mit jener Erwartung, die alle Anfänge pulsieren lässt. Rasch verlieren wir an Höhe. Minuten, die im Nichts anzusiedeln sind. Doch dann verfälscht sich auf einmal das äußere Bild, deckt sich nicht mehr mit dem inneren, und es sieht gar aus, als entfernten wir uns wieder vom Landeort. Unter uns jetzt die Wälder einer Mittelgebirgslandschaft, die ich nicht zuordnen kann. Ob Taunus, Riesengebirge oder Sibirien, ich habe die Orientierung verloren.
Es sind die ungewollten Schleifen, die die Verwirrung ausmachen. Dieses Vor und Zurück. Das Versetztwerden an einen unbekannten oder scheinbar bekannten Ort. Nicht da sein zu können zur richtigen Zeit, sondern da sein zu müssen zur Unzeit und nicht steuern zu können. Am schlimmsten wäre das Stehenbleiben. Womöglich mutterseelenallein in der Luft. Schlimmer vielleicht noch als das Fallen.
…
Zuerst, denke ich, kommt das kleine Leben und erst nach jahrzehntelangem Hingehaltenwerden das große. Ungeduldig lerne ich weit vor der Zeit die Welt, in die ich hineinwill, aus meinen Pixi-Büchern, an die ich glaube neben dem lieben Gott und die ich auswendig kann.
…
Und so warte ich weiter bei Zugluft und Zwielicht, warte, dass Fahrten beginnen und, sobald sie begonnen haben, endlich zu Ende gehen, weil ich hinter jedem Ende den eigentlichen Anfang vermute und immer glaube, dies sei nur ein Vorspann. Wahrscheinlich werde ich garstig vom vielen Warten, denn noch glaube ich, dass Zeit etwas zu Langes und nie etwas zu Kurzes ist.
…
Plötzlich frag´ ich mich, ob ich den Landeort nicht längst kenne und er nur, da ich aus einer anderen Richtung komme, anders aussieht als in meiner Erinnerung. Frage mich, ob es damals, vor ein paar Jahrzehnten, vielleicht nicht mehr als ein paar Schritte gewesen wären, ihn zu erreichen, und ich meine Zeit nicht an das Warten hätte verlieren müssen. Und, ganz zögernd, frage ich mich auch, was ich dadurch gewonnen hätte. Denn nichts anderes will ich als noch hundert Jahre bleiben in meiner Warteschleife.
Aus: Warteschleife. Erstveröffentlichung in: Zeichen & Wunder, Frankfurt a.M. 2004. Aktualisierte Fassung in: Uneigentliche Begegnungen. Verlagsgruppe Husum: Husum 2024.
Vita
Birgit van der Leeden wurde am 29. Oktober 1955 unter dem Namen Birgit Weihs in Wuppertal geboren, verbrachte ihre Kindheit weitgehend in Solingen und legte 1974 an der dortigen August-Dicke-Schule das Abitur ab. An der WWU Münster studierte sie die Fächer Germanistik, Nordische Philologie und Geographie und absolvierte in Bocholt das Referendariat. Lehrerstellen in NRW waren damals knapp, und so nahm sie eine Stelle am Gymnasium in Neustadt in Holstein an. Seit 1988 ist sie verheiratet und hat zwei Kinder. Von 1994 bis 1998 unterrichtete sie an der Deutschen Schule in Stockholm; von 2013 bis 2020 arbeitete sie als Fachberaterin für Deutsch in Sibiu/Hermannstadt in Siebenbürgen (Rumänien). Diese Auslandsaufenthalte stellen für ihr Leben eine große Bereicherung dar.
Seit den achtziger Jahren schreibt sie Kurzprosa, Essays und Sachbücher (länderkundliches Portrait über Schweden 1999 und über Rumänien 2022). Eine jahrelange Beschäftigung mit dem Leben und Wirken und vor allem dem poetischen Tagebuch (schwed. "Vägmärken", engl. "Markings", dt. "Zeichen am Weg") des einstigen UN-Generalsekretärs Dag Hammarskjöld floss in einen Essay ein, der im kulturpolitischen Journal von Södertörns Högskola / University in Stockholm in englischer Übersetzung veröffentlicht wurde. Ihre Prosatexte wurden in Anthologien und Literaturzeitschriften in Deutschland, Österreich und Rumänien publiziert und mit Preisen und Auszeichnungen bedacht.
Seit der Pensionierung kann sie sich voll auf das Schreiben konzentrieren. Ihren Kurzprosaband "Uneigentliche Begegnungen" (2024) präsentierte sie auf Lesungen in Lübeck, Husum und Sibiu/Hermannstadt (RO). Sie ist Mitglied in der GEDOK und im VS.
Auszeichnungen
2010: Wiener Werkstattpreis (Hauptpreis der Jury)
2008: Aktion Mensch / Caritas / Deutsches Rotes Kreuz Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs zum Thema "Ungewöhnliche Freundschaftsgeschichten"
2006: Limburgpreis (Bestenliste)
2003: 7. Harder Literaturwettbewerb (1. Preis geteilt mit Kerstin Kempker), Thema: Verdichtungen – kurz, präzise und prägnant
1996: Weiland Prosa-Wettbewerb SchreibZeit (2. Preis)
Prosa
Es sprießen nicht nur Wassertriebe. Kurzprosa. Ralf Liebe: Weilerswist 2026.
Uneigentliche Begegnungen. Geschichten von Wegen und Umwegen, Irrwegen und Abwegen. Kurzprosa. Hrsg. von Therese Chromik. Edition Euterpe, Verlagsgruppe Husum: Husum 2024.
Seltene Erden. Kurzprosasammlung. E-Book. Edition w 2. Hrsg. von Peter Schaden. Freie Zeit Art Verlag: Wien 2011.
Lyrik
Ich bin… Künste – Frauen – Netzwerk. GEDOK. Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstfördernden e.V. projektverlag: Bochum 2025.
Sonstige Medien
Einen Schneemann kann man nicht kaufen. Gute Nacht Geschichten 1. Ausschreibung der Münchner Palette. Hörbuch. TeBiTo: München 2000.
Sachbuch
Rumänien – armes reiches Land. Länderkundliches Portrait. Schiller Verlag: Bonn / Sibiu 2022.
Schweden. Eintragungen ins Gästebuch. Skandinavistik. Sprache – Literatur – Kultur. Hrsg. von Rikke Petersson. Band 2. LIT Verlag: Münster 1999.
Anthologie
Gezeitenkalender (Kurzprosa). In: Lyrik im Schloss. Zum 20-jährigen Jubiläum. Hrsg. von Therese Chromik. Verlagsgruppe Husum: Husum 2026.
Mauerfälle (Kurzprosa). In: Begegnungen. Eine Anthologie für Bodo Heimann zum 90. Geburtstag. Hrsg. von Therese Chromik. Verlagsgruppe Husum: Husum 2025.
Wenn Mauern sprechen (Erzählung). In: Schreibkraft 38/39, Graz 2022.
Fischaugen (Kurzprosa). In: Wir sprechen vom Wasser. Hrsg. von GEDOK. Projektverlag: Bochum 2022.
Das Gastgericht (Kurzprosa). In: Nachtgedanken. Hrsg. von Therese Chromik und Bodo Heimann. Edition Euterpe, Verlagsgruppe Husum: Husum 2019.
Annäherung an die Zielstraße (Kurzprosa). In: Neue Prosa aus Schleswig-Holstein. Edition Literaturhaus Kiel, Band 1. Lumpeter & Lasel: Eutin 2016.
Die tragende Wand; Die Wiege da Vincis; Der Weg zurück (Kurzprosa). In: Süchtig nach den Worten. Hrsg. von GEDOK Schleswig-Holstein. Anthologie der GEDOK Schleswig-Holstein. Husum 2013.
Das Himmelbett (Kurzprosa). In: Zusammen leben. Poetische Anthologie. Hrsg. von Therese Chromik und Bodo Heimann. Verlagsgruppe Husum: Husum 2013.
Der Weg zurück (Erzählung). In: Ostragehege 64, Dresden 2011.
Luftspieglungen (Kurzprosa). In: Wegweisende Literatur der Gegenwart 26/27. Hrsg. von Bettina Hohoff. München 2011.
Die Doppelung (Kurzprosa). In: Zeichen & Wunder, Jg. 18, Frankfurt a.M. 2010.
Übersetzung ins Rumänische (Femeile de Ribbeck in tinutul Havelei) von Valentin Radu. In: Euphorion XXVIII, Nr.2/2017, Sibiu (RO) 2017.
Kein Bildnis (Kürzestprosa). In: Macondo, Bochum 2009.
Die Fernreise (Erzählung). In: Durch Tag und Nacht. Geschichten über Augenblicke der Nähe. Eine Anthologie. DIEGESELLSCHAFTER.DE bei ZWEITAUSENDEINS: Frankfurt a. M. 2009.
Papagen (Kurzgeschichte). In: Torso 17, München 2008.
Gezeitenkalender (Kurzprosa). In: Der Dreischneuß 20. Hinter Masken. Hrsg. von Regine Mönkemeier. Lübeck 2008.
Später Mohn (Kurzprosa). In: Wegweisende Literatur der Gegenwart 23. Hrsg. von Bettina Hohoff. München 2008.
Beugungen (Erzählung). In: Macondo, Bochum 2007.
Spiegelverkehrt (Kurzprosa). In: Wegweisende Literatur der Gegenwart. Hrsg. von Bettina Hohoff. München 2007.
Der Handschuhbaum (Reiseprosa). In: Reisenotizen. Freie Zeit Art. Hrsg. von Peter Schaden. Wien 2007.
Und die Spatzen pfeifen auf den Dächern (Erzählung). In: Lichtungen 106, Graz 2006.
Nachlese (Kurzprosa). In: Aber das Meer. Anthologie der GEDOK Schleswig-Holstein. Husum 2005.
Nachtkerzen (Kurzprosa). In: Der Dreischneuß 17. Thema: Schlaf. Hrsg. von Regine Mönkemeier. Lübeck 2005.
Humus (Erzählung). In: Muschelhaufen 45, Viersen 2004.
Weit draußen im Schärenhof (Kurzprosa). In: Zeichen & Wunder, Frankfurt a.M. 2004.
Gartenfest for one (Kurzprosa). In: Der Dreischneuß 16. Thema: Tage der Glücke. Hrsg. von Regine Mönkemeier. Lübeck 2004.
Zoomblick (Kürzestprosa). In: Euterpe. Jahrbuch für Literatur in Schleswig-Holstein 8. Kiel 1989.
Sonstige Veröffentlichungen
Das Wort - mein treuer trügerischer Begleiter (Essay). In: Schreibkraft 42, Graz 2024.
Textausstellung im 68elf Studio im Rahmen des Photoszene-Festivals vom 13.05.-24.06.2023. photo con text #2. Fotografie und Dichtung im Dialog. Köln 2023.
60 years after the plane crash. A new reading of Dag Hammarskjöld´s diary Markings (Essay). Übersetzung ins Englische: Redaktion von Baltic Worlds. Baltic Worlds, Vol. XIV:3. Södertörns University, Stockholm 2021. Übersetzung ins Rumänische von Valentin Radu. Semne de-alungul drumului – in anintiria secretarului general al ONU dag Hammarskjöld (1905-1961), decedat acum 60 de ani. In der Literaturzeitschrift Euphorion, Sibiu (RO) 3/2021.
Per Olof Sundman. Erzählen im Spannungsfeld von Autorität und Authentizität. (Aufsatz, veröffentlicht unter Birgit Weihs). In: skandinavistik 1/1986, Kiel 1986.
Über Werk und Autor*in
Wege, Umwege, Irrwege und Abwege. In: Hermannstädter Zeitung, Hermannstadt/Sibiu, 08.08.2025.
Renate Nimtz-Köster: Birgit van der Leeden. Rumänien – armes reiches Land. Ein differenzierter Blick auf Rumäniens Hoffnungen und Sorgen. In: Deutsch-Rumänische Hefte, Jahrgang XXVL, München 2023.
Dr. Wilfried Heller: Empfehlenswertes Reisehandbuch und landeskundliches Werk über Rumänien. Siebenbürgische Zeitung, München 18.08.2022.
Elena M. Cîmpan: Birgit van der Leeden și România, exerciții ale regăsirii. In: Răsutenul, Bistritz/Bistrita (RO), 08.03.2022 (rasutenul.ro).
Heike Kernchen: Für Sie gelesen: Birgit van der Leeden. Schweden - Eintragungen ins Gästebuch. In: wirtschaftsmagazin.se, Nr. 2/2001.
Pressezitate
"Die Vorurteile und Denkstereotypien gegenüber Rumänien sind so immens wie die Begrenztheit des Wissens über dieses Land", klagt die Rumänienkennerin [...] Dem abzuhelfen leistet sie einen stattlichen Beitrag.
Von: Renate Nimtz-Köster. Erschienen in: Ein differenzierter Blick auf Rumäniens Hoffnungen und Sorgen. Quo vadis, Romania? Deutsch-Rumänische Hefte, Jg. XXVI, Heft 2, München 2023.
Die Analyse der Widersprüchlichkeiten ist reich an Details. Dass van der Leeden literarisch tätig ist, macht ihre [...] Betrachtungsweise auch zu einem sprachlichen Vergnügen.
Von: Renate Nimtz-Köster. Erschienen in: Ein differenzierter Blick auf Rumäniens Hoffnungen und Sorgen. Quo vadis, Romania? Deutsch-Rumänische Hefte, Jg. XXVI, Heft 2, München 2023.
Birgit van der Leeden nimmt das, was man Zeittrend nennt, auf fast symbolhafte Weise unter die Lupe: den Trend zur Atomisierung der Gesellschaft, zur Vereinsamung des Individuums und Reduzierung der Kommunikation [...].
Von: Dr. Leo Haffner, ORF Vorarlberg. Erschienen in: Neue Geschichten aus drei Ländern. Die besten Texte aus dem 7. Harder Literaturwettbewerb 2002/03 mit einem Vorwort von Leo Haffner. Hecht-Verlag, Hard 2003.
Zu: Schweden – Eintragungen ins Gästebuch:
[...] Das Einfühlungsvermögen in schwedische Mentalität, das v. d. Leeden unter Beweis stellt, klingt lange in einem nach. Konzise Beschreibungen schwedischer Natur- und Stadtlandschaften [...] sind ein weiterer Höhepunkt.
Von: Heike Kernchen. Erschienen in: Wirtschaftsmagazin.se, 2/2001.
Selbstauskunft
Wenn ich schreibe, fühle ich in besonderem Maße, dass ich bin. So ist es wahrscheinlich gewesen, seit ich schreiben kann. Um meine erste Veröffentlichung brauchte ich mich nicht selbst zu kümmern: Als ich in der dritten Klasse war, schickte meine Lehrerin einen Aufsatz an das Solinger Tageblatt, das ihn in einer Wochenendausgabe abdruckte. So einfach ist es nicht geblieben. Geblieben ist meine Leidenschaft zu schreiben. Jahre später – immer noch zu Schulzeiten – faszinierte mich vor allem die Prosa von Musil, Aichinger und Kunert. Hier schien mir jedes Wort von Bedeutung zu sein, um Inhalte und Strukturen präzise, prägnant und bedeutsam zu erfassen und dennoch unterhaltsam zu vermitteln. Kein Ballast, keine Redundanz.
In den achtziger Jahren begann ich damit, selbst kurze Prosatexte zu verfassen und in Literaturzeitschriften und Anthologien zu publizieren. Diese Veröffentlichungen sind bald zu einem verlässlichen Kontinuum geworden, das sich mit den beruflichen und familiären Aufgaben vereinbaren ließ. Doch als ich wegen einer Preisverleihung nach Österreich fahren musste und eine Beurlaubung vom Dienst benötigte, erteilte meine Vorgesetzte sie mir ausnahmsweise und mit den Worten, so etwas komme im Leben nur einmal vor. Es ist aber nicht bei dem einen Mal geblieben.
Bis heute ist Kurzprosa meine Leidenschaft, auch wenn die meisten Verlage ein distanziertes Verhältnis zu ihr haben und viele sie sogar von ihrem Programm ausschließen. Verständlich ist mir das nicht, denn kurze Prosatexte sind auf Wegen ein guter Begleiter, sie lassen sich schnell lesen, hallen oft nach und regen zur Identifikation und zum Mitdenken an.
Ein zentrales Thema ist für mich das Unterwegssein, das sich sowohl in meiner Biographie als auch in meinen Texten spiegelt. Glückliche Umstände ermöglichten es mir, elf Jahre im Ausland zu verbringen, Jahre, die nicht nur eine persönliche Bereicherung waren, sondern die mir auch literarisch entgegenkamen, da ich anschließend über die Länder Porträts schreiben konnte – mit Schweden und Rumänien über zwei Länder, die unterschiedlicher kaum sein könnten. In beiden Ländern habe ich gern gelebt.
Quellenangabe
Auskunft Autorin

