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Oliver Buslau


Oliver Buslau © Susanne Prothmann
Oliver Buslau
1962
Gießen
Bergisch Gladbach
Bergisches Land, Rheinschiene, Rheinland komplett
Thriller/Kriminalroman, Sachbuch, Anthologie
Schreibworkshops für Erwachsene
Ja
Gierather Mühlenweg 15
51469 Bergisch Gladbach
Deutschland
0221-6806985
info@oliverbuslau.de

Pressedaten

Erläuterungen und Bedingungen

Pressefotos und Logos zum Download in der Datenbank LITon.NRW

Das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. pflegt im Rahmen der NRW-Literatur-Online-Datenbank LITon.NRW (ehemals www.nrw-literatur-im-netz.de) seit Herbst 2003 eine Foto-Datenbank mit hochauflösenden Fotos von Autor*innen sowie Fotos und Logos von literarischen Institutionen und Projekten aus NRW. Der Service richtet sich an Medien und Literaturveranstalter*innen, die auf diese Weise unkompliziert an Pressefotos und/oder Logos gelangen können. Dieser Service ist (in der Regel) kostenlos. Wenn ein*e Autor*in / eine Institution / ein Projekt Pressefotos bzw. Logos zur Verfügung gestellt hat, ist unter dem jeweiligen Profilfoto das bzw. die entsprechende/n Symbol/e aktiv (anklickbar). Klickt man darauf, klappt bei den Pressefotos ein neues Menü aus, worüber sich das/die Foto/s herunterladen lassen; bei den Logos öffnet sich direkt ein neues Fenster, worüber diese direkt heruntergeladen werden können. Einem Download steht nichts entgegen, wenn die folgenden Nutzungsbedingungen akzeptiert werden:

Alle Rechte vorbehalten. Die Bildmaterialien dürfen lediglich für die redaktionelle Berichterstattung bzw. von Veranstalter*innen für ihre Öffentlichkeitsarbeit unter Angabe des Copyrights bzw. des*der Urhebers*Urheberin (falls im Datensatz angegeben) honorarfrei verwendet werden. Andere Nutzungen, insbesondere jede Art von kommerzieller Verwendung des vorliegenden Materials außerhalb der Medienberichterstattung oder Veranstaltungswerbung, ist ausdrücklich untersagt. Mit dem Download von Fotos bzw. Logos stimmt der*die Nutzer*in dieser Regelung ausdrücklich zu.

Infos für Autor*innen, literarische Institutionen und Projekte

Für die Bereitstellung von Fotos und Logos im Download-Bereich von LITon.NRW entstehen Autor*innen, literarischen Institutionen und Projekten keinerlei Kosten. Die Zurverfügungstellung des Fotos und/oder Logos erfolgt jedoch prinzipiell honorarfrei. Auch das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. als Betreiber der NRW-Literatur-Online-Datenbank stellt potenziellen Nutzer*innen dieses Services keinerlei Kosten in Rechnung. Es wird lediglich ein möglichst einfaches Verfahren angeboten, schnell an Fotos bzw. Logos für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu gelangen. Das Westfälische Literaturbüro übernimmt aus diesem Grunde auch keinerlei Haftung, falls die Download-Fotos/-Logos nicht für den Zweck der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Veranstalter*innen u.ä. genutzt werden.

Pressebild(er)

Oliver Buslau © Susanne Prothmann
Copyright
Oliver Buslau © Susanne Prothmann
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Arbeitsproben (1)

 

Aus: FLAMMENTOD (Prolog)

Es dämmerte bereits, als sie den Platz erreichte. Eine Kreuzung zweier
Wege, die einsam mitten im Wald zu liegen schien. Doch der Autolärm
erinnerte beständig daran, daß sich nur wenige Schritte weiter die
Hauptstraße befand. Ein unablässiges Rauschen und Dröhnen, aus dem
manchmal das Donnern einzelner schwerer Lastwagenmotoren herausragte,
lag in der Luft wie eine unsichtbare Masse. Kein Spaziergänger hätte auf
den Baumstämmen, die am Wegrand lagen, eine Rast eingelegt. Waldromantik
erstickte bei dieser Geräuschkulisse sofort im Keim.
Doch sie war hier am Ziel. Seit ihrer Kindheit liebte sie diesen Ort;
besonders den kleinen Teich, der hinter Büschen versteckt in der Nähe
lag.
Wer kannte schon das Geheimnis, das den kleinen Weiher umgab?
Sie wußte, was dort vor langer Zeit geschehen war. Und sie wußte auch,
daß die Geister an einem solchen Ort nicht ruhten. Sie waren noch immer
hier; auch wenn die geheimnisvolle Aura hinter dem Lärm der nahen Straße
verborgen war und nur Eingeweihte die besondere Atmosphäre spürten. Und
sie war eine Eingeweihte. Vielleicht die letzte Eingeweihte überhaupt.
Sie lächelte bei dem Gedanken, daß das Schicksal sie so bevorzugt hatte.
Sie betrat das weiche Gras seitlich des Weges und folgte dem kaum zu
erkennenden Pfad zwischen den Büschen und niedrigen Bäumen. Immer wieder
mußte sie über dicke Äste und querliegende Stämme steigen.
Wenn ein Spaziergänger vorbeigekommen wäre, hätte er sich wahrscheinlich
gewundert. Eine elegant gekleidete Dame, die nicht brav den Waldwegen
folgte, sondern abseits im Unterholz unterwegs war – was hatte das zu
bedeuten?
Sie blickte sich kurz um. Niemand war zu sehen. So schnell sie in ihren
hochhackigen Schuhen konnte, folgte sie weiter dem schmalen Weg, bis sie
die stille grünliche Wasserfläche des Teiches erschien. Wie lange kam
sie schon hierher? So lange sie denken konnte.
Ein großer Stein ragte aus der lehmigen Erde; kaum einen Schritt vom
Wasser entfernt. Er war gerade groß genug, daß man darauf Platz nehmen
und den Teich überschauen konnte. Schon als Kind hatte sie hier
stundenlang gesessen und auf die Oberfläche gestarrt, auf die die Bäume
ihre Schatten warfen.
Hier unten im Gebüsch war der Lärm von der Straße kaum noch zu hören.
Eine Weile betrachtete sie das von Schatten, Blättern und spiegelndem
Himmel gemusterte Wasser. Dann schloß sie die Augen. Und wie so oft, wie
so viele hundert Male zuvor, nahm sie Kontakt auf.
Nach und nach verschwand der letzte Rest des fernen Rauschens, die
Bilder in ihrem Kopf veränderten sich. Wie im Zeitraffer wurde der Wald
dichter, wilder. In Sekundenschnelle füllten sich die ordentlichen Wege
mit wuchernde Sträuchern, bis nur noch ein handbreiter Pfad
hindurchführte. Und es wurde kälter. Viel kälter.
Sie fröstelte, als sie sah, wie ihr Atem Nebelschwaden in die Luft
schlug. Zwischen den Bäumen lagen schmutzigweiße Schneehaufen,
unterbrochen von blanker Erde, abgefallenen Ästen und nassem Laub. Kein
Laut war zu hören. Selbst die Krähen, die zu dieser Jahreszeit zu
Hunderten über die nahen Felder herfielen, kamen nicht hierher. Und sie
wußte genau, warum. Der Ort war verrufen.
Plötzlich drang der Frost des Januars mit aller Macht tief in ihr
Innerstes vor. Unendliche Trauer erfaßte sie, und sie konnte nichts
dagegen tun. Es hatte keinen Sinn, sich dagegen zur Wehr zu setzen. Im
Gegenteil: In all den Jahren hatte sie gelernt, die Trauer dieses Tages
zu genießen. Tränen liefen ihr über die Wangen. Und so schrecklich das
Ereignis war, das sie bald erleben würde, so stolz war sie, dabei sein
zu dürfen.
Noch immer war es still im tiefen Wald. Unendlich lange schien sie
reglos hier auf dem Stein an dem kleinen Teich zu sitzen und zu warten.
Zu warten, bis das Ereignis wieder lebendig wurde.
Und dann begann es. Ein feines Beben in der Luft war das erste, was sie
spürte. Sie lauschte angestrengt. Das ferne Geräusch kam von den Häusern
her, die weiter nordöstlich auf einem Hügel lagen. Ferne Rufe waren es,
dazu ein dunkles Pochen, anscheinend von einer Trommel.
Da waren Menschen unterwegs. Viele Menschen; eine Prozession. Und sie
kamen näher. Bald konnte sie einzelne Stimmen unterscheiden. Man
skandierte etwas, und die Trommel schlug mit ihrer bedrohlichen
Klangfarbe den Takt dazu.
Wieder lächelte sie, dann wischte sie sich nervös die Tränen vom
Gesicht. Es würde nicht mehr lange dauern. Ihr Herz schlug wild vor
angespannter Erwartung. All diese Menschen wollten zu ihr. Es war ihr
Tag. Und es war ihre Stunde.
Bald war das Trommeln ganz nah.
Sie öffnete die Augen, als die Prozession zwischen den Bäumen erschien.


Oliver Buslau wurde am 21. Juni 1962 in Gießen geboren, wuchs in Koblenz auf und studierte nach dem Abitur Musikwissenschaft, Germanistik und Bibliothekswissenschaft in Köln und Wien. Schon als Schüler und Student schrieb er für verschiedene Zeitungen und war als Komponist und Musiker tätig. Nach seinem Studienabschluss (Magister Artium) im Jahre 1990 arbeitete er bei der Kölner Schallplattenfirma EMI Classics und als Verlagsredakteur, danach als freier Autor von Texten über klassische Musik. Nach Jahren freier Mitarbeit bei verschiedenen Schallplattenfirmen und Musikzeitschriften begann er 1999 Kriminalromane zu schreiben. Als Krimiautor bekannt wurde er mit seiner Serie um den Wuppertaler Privatdetektiv Remigius Rott. Andere Krimis spielen an rheinischen Schauplätzen wie Koblenz oder Bonn, außerdem spielt in vielen von Buslaus Werken die Musik eine große Rolle - so in "Das Gift der Engel", "Die fünfte Passion", "Schatten über Sanssouci", "Die Orpheus-Prophezeiung" oder "Feuer im Elysium". Buslau ist darüber hinaus Verfasser von vielen Kurzkrimis und schreibt regelmäßig Folgen der Jerry-Cotton-Heftromanreihe. Im Jahre 2000 gründete er die Zeitschreift "TextArt - Magazin für Kreatives Schreiben", die er bis 2016 als Chefredakteur betreute. Als Musiker ist Oliver Buslau als Bratschist Mitglied mehrerer  Amateurensembles. Seit einigen Jahren ist der Autor als Klassikmoderator auf dem Radiosender Secondradio zu hören. 2017 veröffentlichte er den populären Musikführer "111 Werke der klassischen Musik, die man kennen muss". Er hält regelmäßig Einführungsvorträge vor klassischen Konzerten - etwa in Koblenz bei Veranstaltungen der Rheinischen Philharmonie.

Feuer im Elysium. Emons: Köln 2020.
Wahn. Emons: Köln 2017.
Wupper Wut. Emons: Köln 2015.
Der Bulle von Berg. Emons: Köln 2014.
Rheinsteigmord. Emons: Köln 2013.
Die Orpheus-Prophezeiung. Goldmann: München 2013.
Schatten über Sanssouci. Emons: Köln 2011.
Altenberger Requiem. Emons: Köln 2011.
Die fünfte Passion. Goldmann: München 2009.
Neandermord. Emons: Köln 2008.
Das Gift der Engel. Emons: Köln 2006.
Bei Interview Mord. Emons: Köln 2005.
Bergisch Samba. Emons: Köln 2004.
Schängels Schatten. Emons: Köln 2003.
Rott sieht Rot. Emons: Köln 2002.
Flammentod. Emons: Köln 2001.
Die Tote vom Johannisberg. Emons: Köln 2000.

111 Werke der Klassischen Musik, die man kennen muss. Emons: Köln 2017.

Der Meistersinger. In: Nürnberger Morde. Hrsg. von Anne Hassel / Ursula Schmid-Spreer. Wellhöfer: Mannheim 2009.
Die Nacht am Lago Maggiore. In: Pizza, Pasta & Pistolen. Mörderische Geschichten mit Rezepten. Hrsg. von Ingrid Schmitz. LangenMüller: München 2007.
Wiedersehen im Schlosspark. In: Radieschen von unten - Gartenkrimis vom Niederrhein. Hrsg. von Ina Coelen / Gesine Schulz. Leporello: Krefeld 2006.
Der Traum des Apoll. In: tatorte - Kurzkrimis zur Criminale 2006. Kontrast: Pfalzfeld 2006.
Hm-Tata. In: Mords-Feste - Kalender-Krimis vom Tatort Niederrhein. Hrsg. von Ina Coelen. Leporello: Krefeld 2005.
Irrlicht. In: Die Winterreise. 24 Melancholische Geschichten zu Franz Schuberts Lierderzyklus nach den Gedichten von Wilhelm Müller. Gerstenberg: Hildesheim 2004.
Pan erwacht. In: Mord unter Kopfweiden. Leporello: Krefeld 2004.
Rendevous an der Mühle. In: Tödliche Touren. Leporello: Krefeld 2003.

Der Vampir von Melaten. Emons: Köln 2009.

Eigenrecherche

Aktualisiert 14.01.2020