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Rainer Daus


Rainer Daus © privat
Rainer Daus
1962
Berleburg
Bad Berleburg
Bad Berleburg (Südwestfalen)
Südwestfalen, Westfalen komplett
Prosa, Lyrik
Weststr. 12
57319 Bad Berleburg
Deutschland
02751-5443

Geboren 1962 in Berleburg/Südwestfalen. Rainer Daus wuchs als Sohn eines Handwerkers und einer Verkäuferin in Berleburg (später: Bad Berleburg) auf. Nach dem Verlassen der Hauptschule wurde er zunächst Konditor, später Soldat. Anschließend arbeitete er in unterschiedlichen Berufen, bis er über den Zweiten Bildungsweg das Abitur nachholte und an der Universität Siegen Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft auf Lehramt Sek. I/II studierte. Staatsarbeit über Franz Josef Strauß. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Schuldienst 2013 unterrichtete er als Studienrat an verschiedenen Gymnasien in Niedersachsen und NRW. Rainer Daus lebt und arbeitet heute als Schriftsteller, bildender Künstler und Kommunikationsberater in Bad Berleburg. Er ist Mitglied der CDU, nicht verheiratet und hat keine Kinder.
Nach kleineren Veröffentlichungen – vor allem Lyrik – in regionalen Tageszeitungen schrieb Daus zwischen 2007 und 2009 in rascher Folge drei Romane und eine Erzählung. Im Zentrum dieser Prosa steht die literarische Figur Cornelius Kreutz, ein Aufsteiger aus einfachen Verhältnissen, der es vom "Bäcker mit Hauptschulabschluss" bis zum Studienrat an einem Gymnasium geschafft hat, indes zunehmend an seinen persönlichen wie beruflichen Erwartungen scheitert, psychisch erkrankt und sich erschießt.
Später folgten Bände mit Kurzgeschichten und moderner Lyrik sowie das Drama "Der Männerabend", ein 1-Akter, der – wie eigentlich das Gesamtwerk des Autors – das Männerbild in heutiger Zeit thematisiert. Das Erscheinen dieses Werks hatte in der regionalen Presse eine Kontroverse ausgelöst, die darin gipfelte, die Aufführung dieses Stücks "verbieten" zu lassen, da es ein rückwärtsgewandtes Frauenbild transportiere und den "Sexismus" bediene. Das Stück ist bis heute nicht uraufgeführt worden.
Nachdem sich Daus in den Jahren 2017 und 2018 vor allem auf die Publikation von Gedichten und Kurzgeschichten in Anthologien konzentriert hatte, schuf er in 2019 mit der Novelle "Brandts Geheimnis" erstmals wieder ein umfangreicheres belletristisches Werk. Neben dem zentralen Thema, wie die Rolle des Mannes in der modernen Gesellschaft zu definieren sei, tritt in seiner Prosa zunehmend die Dimension des Todes und damit naturgemäß die Frage, was letztlich von einem Menschen bleibt, "wenn er nicht mehr ist".

Brandts Schuld. Erzählung. Dorante Edition: Berlin 2020.
Brandts Geheimnis. Novelle. Dorante Edition: Berlin 2019.
Fünfzehn Tritte. Kurzgeschichten. Dorante Edition: Berlin 2019.
Siebzehn Tage. Kurzgeschichten. Monsenstein und Vannerdat: Münster 2016.
Der Lebensmüde. Erzählung. Monsenstein & Vannerdat: Münster 2009.
Das Jesuskind. Roman. Monsenstein & Vannerdat: Münster 2008.
Die Seelenkrüppel. Roman. Monsenstein & Vannerdat: Münster 2007.
Der Studienrat. Roman. Monsenstein & Vannerdat: Münster 2007.

Die Jungfrau aus dem Norden. Gedichte. Dorante Edition: Berlin 2019.
Tränen, einfach so. Gedichte. Monsenstein und Vannerdat: Münster 2016.

Der Männerabend. Drama. Monsenstein und Vannerdat: Münster 2016.

Ende August, Montag. Ein alter Fußball aus Leder. In: Unter einem Apfelbaum liegen. Gedichte. Hrsg. von Marko Ferst (Literaturpodium). Dorante Edition: Berlin 2020.
Aufklärung. Gedicht. In: 5. Bubenreuther Literaturwettbewerb 2019. Hrsg. von Christoph-Maria Liegener. Tredition: Hamburg 2019.
Die Wahrheit, Der Vorfall. Kurzgeschichten. In: Spagat auf Zeit. Erzählungen. Hrsg. von Marko Ferst (Literaturpodium). Dorante Edition: Berlin 2019.
Mohnblumenblüh'n. Gedicht. In: 4. Bubenreuther Literaturwettbewerb 2018. Hrsg. von Christoph-Maria Liegener. Tredition: Hamburg 2018.
Der Mann, der auf den Mond schoss. In: Gefangensein. Drinnen und Draußen. Kurzgeschichten. Hrsg. von Gisela Weinhändler. muc-Verlag: München 2018.
Kapitulation, Die Verwechslung, Fünfzehn Tritte u.a. Kurzgeschichten. In: Das schönste Konzert. Erzählungen. Hrsg. von Marko Ferst (Literaturpodium). Dorante Edition: Berlin 2018.
Maria Magdalena, Rosen, Die Frau im Schlick u.a. Gedichte. In: Zum Klostergarten. Hrsg. von Marko Ferst (Literaturpodium). Dorante Edition: Berlin 2017.

Alexander Kollek: "Als Schriftsteller kannst du Gott spielen". Mit "Brandts Schuld" veröffentlicht Rainer Daus sein elftes Werk. In: Siegener Zeitung, 05.05.2020.
Britta Prasse: Nicht provokant, sondern widerlich. Daus diffamiert Thunberg. Ein Kommentar zu "Die Jungfrau aus dem Norden". In: Wittgensteiner Zeitung (WP), 28.09.2019.
Lisa Klaus: Provokante Thesen eines Zynikers. In: Wittgensteiner Zeitung (WP), 26.09.2019.
Sarah Benscheidt: Bewusst provoziert - aber auch gekonnt? Fiktion und Wirklichkeit als literarisches Spannungsfeld. Eine Rezension. In: Siegener Zeitung, 19.09.2019.
Harald Gesterkamp: Prototyp der Einsamkeit. In: Schnüss. Das Bonner Stadtmagazin, Ausgabe 08/2019.
Sarah Benscheidt: Auf der Suche. Daus stellt neues Werk "Brandts Geheimnis" vor. In: Siegener Zeitung, 26.06.2019.
Lisa Klaus: Berleburger Autor ermöglicht Einblick in männliche Seele. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 21.06.2019.
Sarah Benscheidt: Erhobener Zeigefinger ist nicht Ziel von Rainer Daus. In: Siegener Zeitung, 05.04.2019.
Lisa Klaus: "Für jede Entwicklung gibt es Gründe". Rainer Daus veröffentlicht Sammlung von Kurzgeschichten. In: Wittgensteiner Zeitung (WP), 04.04.2019.
Sarah Benscheidt: Einen Daus erkennt man. Künstler veröffentlicht sein siebtes Werk. In: Siegener Zeitung, 27.08.2016.
Heiner Lenze: Er liefert wieder "Futter für den Geist". In: Wittgensteiner Zeitung (WP), 27.08.2016.
Christine Burton: So ein Stück muss verboten werden. In: Siegener Zeitung, 03.06.2016.
Heiner Lenze: Überspitzen und provozieren. In: Wittgensteiner Zeitung (WP), 31.05.2016.
Timo Karl: Was Männer wirklich denken. Rainer Daus veröffentlicht modernes Drama "Der Männerabend". In: Siegener Zeitung, 27.05.2016.
Timo Karl: Streitbarer Stoff. In: Siegener Zeitung, 04.05.2016.
Christian Völkel: Erzählung von Rainer Daus thematisiert Bilanzsuizid. In: Wittgensteiner Wochenpost, 08.08.2009.
Tim Cordes: Die Geschichte des Cornelius Kreutz endet im Selbstmord. In: Wittgensteiner Zeitung (WP), 10.07.2009.
Volker Gastreich: "Jetzt lässt du ihn sterben". Rainer Daus spricht in der SZ über seinen neuen Roman "Der Lebensmüde". In: Siegener Zeitung, 10.07.2009.
Volker Gastreich: "Du kriegst ein solches Gefühl nicht tot". In: Siegener Zeitung, 11.10.2008.
Katrin Schmidt: Cornelius Kreutz ist nun auf Liebessuche. In: Wittgensteiner Zeitung (WP), 09.10.2008.
Wiebke Huck: Ein Roman wie das Leben. In: Hessische Niedersächsische Allgemeine (HNA), 14.02.2008.
Anton Kurenbach: Gefühllosigkeit und ein Mangel an Liebe. In: Wittgensteiner Zeitung (WP), 18.12.2007.
Volker Gastreich: "Natürlich will ich provozieren". In: Siegener Zeitung, 08.12.2007.
Volker Gastreich: Wo ist der Keller mit der Leiche? In: Siegener Zeitung, 18.08.2007.
Verena Leidig: "Irgendwann zerreißt es einen". Debütroman von Rainer Daus. In: Göttinger Tageblatt, 02.11.2007.
Martin Schmidt: Anspruch an eigene Perfektion treibt Studienrat in die Depression. Debüt-Roman von Rainer Daus. In: Wittgensteiner Zeitung (WP), 07.04.2007.
Volker Gastreich: "Ich hätte ihn auch sterben lassen können". In: Siegener Zeitung, 05.04.2007.

Zu: Brandts Schuld

[…] eine Erzählung, die dem Leser im Hinblick auf die Leitfrage nach der moralischen Schuld mächtig Interpretationsspielraum [lässt]
Von: Alexander Kollek. Erschienen in: Siegener Zeitung, 05.05.2020.

Zu: Die Jungfrau aus dem Norden

[...] Daus' bislang politischste Veröffentlichung.
Von: Lisa Klaus. Erschienen in: Westfalenpost, 26.09.2019.


Zu: Brandts Geheimnis

Daus schreibt kraftvoll, in kurzen, harten, präzisen Sätzen. Das passt zu seinen Figuren, [...] denen man sich nähern kann, selbst wenn ihre Gedanken einem oftmals fern bleiben.
Von: Harald Gesterkamp. Erschienen in: Schnüss, 08/2019.

Zu: Die Seelenkrüppel

Ein Roman wie das Leben - schnell, schlüssig und mitreißend erzählt in einem Stil, der an Max Frisch erinnert und doch eindeutig der von Rainer Daus ist.
Von: Wiebke Huck. Erschienen in: HNA, 14.02.2008.

Autor*innenauskunft

Aktualisiert 14.05.2020