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Petra Hammesfahr


Petra Hammesfahr © privat
Petra Hammesfahr
1951
Immerath, Kreis Erkelenz
Immerath, Kreis Erkelenz
Regio Aachen, Rheinland komplett
Thriller/Kriminalroman

Pressedaten

Erläuterungen und Bedingungen

Pressefotos und Logos zum Download in der Datenbank LITon.NRW

Das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. pflegt im Rahmen der NRW-Literatur-Online-Datenbank LITon.NRW (ehemals www.nrw-literatur-im-netz.de) seit Herbst 2003 eine Foto-Datenbank mit hochauflösenden Fotos von Autor*innen sowie Fotos und Logos von literarischen Institutionen und Projekten aus NRW. Der Service richtet sich an Medien und Literaturveranstalter*innen, die auf diese Weise unkompliziert an Pressefotos und/oder Logos gelangen können. Dieser Service ist (in der Regel) kostenlos. Wenn ein*e Autor*in / eine Institution / ein Projekt Pressefotos bzw. Logos zur Verfügung gestellt hat, ist unter dem jeweiligen Profilfoto das bzw. die entsprechende/n Symbol/e aktiv (anklickbar). Klickt man darauf, klappt bei den Pressefotos ein neues Menü aus, worüber sich das/die Foto/s herunterladen lassen; bei den Logos öffnet sich direkt ein neues Fenster, worüber diese direkt heruntergeladen werden können. Einem Download steht nichts entgegen, wenn die folgenden Nutzungsbedingungen akzeptiert werden:

Alle Rechte vorbehalten. Die Bildmaterialien dürfen lediglich für die redaktionelle Berichterstattung bzw. von Veranstalter*innen für ihre Öffentlichkeitsarbeit unter Angabe des Copyrights bzw. des*der Urhebers*Urheberin (falls im Datensatz angegeben) honorarfrei verwendet werden. Andere Nutzungen, insbesondere jede Art von kommerzieller Verwendung des vorliegenden Materials außerhalb der Medienberichterstattung oder Veranstaltungswerbung, ist ausdrücklich untersagt. Mit dem Download von Fotos bzw. Logos stimmt der*die Nutzer*in dieser Regelung ausdrücklich zu.

Infos für Autor*innen, literarische Institutionen und Projekte

Für die Bereitstellung von Fotos und Logos im Download-Bereich von LITon.NRW entstehen Autor*innen, literarischen Institutionen und Projekten keinerlei Kosten. Die Zurverfügungstellung des Fotos und/oder Logos erfolgt jedoch prinzipiell honorarfrei. Auch das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. als Betreiber der NRW-Literatur-Online-Datenbank stellt potenziellen Nutzer*innen dieses Services keinerlei Kosten in Rechnung. Es wird lediglich ein möglichst einfaches Verfahren angeboten, schnell an Fotos bzw. Logos für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu gelangen. Das Westfälische Literaturbüro übernimmt aus diesem Grunde auch keinerlei Haftung, falls die Download-Fotos/-Logos nicht für den Zweck der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Veranstalter*innen u.ä. genutzt werden.

Pressebild(er)

Petra Hammesfahr © Rowohlt Verlag / Fotograf: Hergen Schimpf
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Petra Hammesfahr © Rowohlt Verlag / Fotograf: Hergen Schimpf
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Arbeitsproben (1)

 

Aus: DER PUPPENGRÄBER

Prolog
Es ist in den vergangenen Jahren etwas Gras gewachsen über den furchtbaren Sommer, der fünf Menschenleben gekostet hat. Es wurde viel darüber geredet, zuviel diskutiert, gestritten, spekuliert und Schuld zugewiesen. Alte Feindschaften flammten neu auf, alte Freundschaften verbrannten in der Glut. Jeder im Dorf wußte etwas, und jeder, der bis dahin geschwiegen hatte, riß das Maul auf, als nichts mehr zu ändern war.
Ich habe mit allen gesprochen, die noch reden konnten. Ich habe mir ihre Erklärungen, ihre Entschuldigungen und ihre faulen Ausreden angehört. Ich habe ihre Versäumnisse gesehen und ihre Irrtümer erkannt. Nun will ich für den sprechen, der niemandem sagen konnte, was er fühlte. Für Ben.
Es wird nicht leicht, das weiß ich. Es gab nicht für alles Zeugen. Trotzdem bin ich sicher, daß auch die Situationen, die niemand beobachtet hat, sich so abgespielt haben, wie ich sie schildern werde. Warum soll ein Mensch mit beschränkten intellektuellen Fähigkeiten ausgerechnet in den entscheidenden Momenten sein Verhalten ändern?
Über mich gibt es dabei nicht viel zu sagen. Ich war das Schlußlicht, nur eine Randfigur mit einer erfolglosen Rolle in einem Zwischenakt und am Ende die ermittelnde Hauptkommissarin Brigitte Halinger. Im Sommer 95 war ich dreiundvierzig Jahre alt, verheiratet und Mutter eines siebzehnjährigen Sohnes. Das ist vermutlich mein Problem bei der Sache.
Ich fühle mit seiner Mutter - Trude Schlösser. Auch wenn ich ihr Verhalten nicht billige, verurteilen kann ich sie nicht. Und am Ende gelang es ihr, ungeachtet der Konsequenzen, die es für sie selbst hatte, über den eigenen Schatten zu springen. Für ihr Geständnis bin ich Trude zu großem Dank verpflichtet. Nur ihre schonungslose Offenheit versetzt mich in die Lage, den Fall restlos zu klären und nun Bens Geschichte publik zu machen. Bekannt werden muß sie. Vielleicht hilft es mir, mein eigenes Entsetzen zu verarbeiten. Vielleicht vergehen die Alpträume, die mich auch nach all der Zeit noch nachts aus dem Schlaf reißen.
In diesen Träumen begleite ich ihn auf seinen Runden durchs Feld. Ich liege von Gestrüpp verborgen auf dem Bauch, spähe mit ihm durch das Fernglas, fiebere mit ihm den jungen Mädchen entgegen. Ich schaue über seine Schulter, wenn er den Spaten ansetzt. Dann wache ich schweißgebadet auf und frage mich, wie ich ihn eingeschätzt hätte, wäre ich ihm in diesen furchtbaren Sommerwochen begegnet, womöglich noch in der Nacht - auf einem einsamen Feldweg.
Zweiundzwanzig war er in dem Sommer. Ein Riese von einem Kerl, massig und schwer, mit einem sanften Blick, einem Fernglas vor den Brust, einem Klappspaten am Taillenriemen, meist einem Messer in der Hosentasche und dem IQ eines zweijährigen Kindes. Hätte ich ihn gefürchtet? Oder hätte ich gedacht wie viele andere, zweijährige Kinder sind harmlos, sie nehmen allenfalls ihr Spielzeug auseinander.
Daß er Puppen zerriß, war allgemein bekannt. Es wußten auch viele, daß er ständig unterwegs war in seinen dunkelblauen Anzügen. Nicht die eleganten mit den weißen Hemden. Er trug nur die bequemen mit Gummizügen um Taille und Fußknöchel. Damit war er unabhängig, konnte seine Notdurft im Freien verrichten.
Es gab schon früh einige im Ort, die ihre Nasen rümpften und sagten: "Es ist eine Schande, daß die den so laufen lassen." Aber eine Gefahr sahen nur wenige in ihm. Vielleicht wäre er in einer Großstadt gar nicht aufgefallen, da laufen viele merkwürdige Gestalten herum. In einem Dorf jedoch, wo jeder mit argwöhnischen Augen nach nebenan schaut ...
Dörfer haben ihre eigenen Gesetze. Es geschieht eine Menge, und man läßt es nicht gerne nach außen dringen. Man weiß, welchen Dreck der Nachbar unter den Teppich kehrt, und oft genug ist man ihm beim Kehren behilflich. Anschließend klopft man sich auf die Schulter und sagt: "Schwamm drüber." Zu ihm konnte man das nicht sagen. Er hätte es nicht verstanden.
Und niemand verstand ihn. So kann ich eines mit Gewißheit sagen: Es war eine lange Kette von Mißverständnissen und sinnlosen Bestrafungen, die ihn zu dem machten, was er im Sommer 95 war - der Puppengräber.


Geboren am 10. Mai 1951 in Immerath, Kreis Erkelenz. Abgeschlossene Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau, begann mit 17 Jahren zu schreiben.  Bis 1989 entstanden sieben Romane, darunter "Der gläserne Himmel" und "Das Geheimnis der Puppe". Bemühte sich zehn Jahre lang vergebens um eine Veröffentlichung, erhielt in dieser Zeit 159 Absagen von Verlagen. Zur ersten Veröffentlichung einer Kurzgeschichte kam es 1989. Dann folgten in kurzer Zeit mehrere Kurzgeschichten in Anthologien sowie Krimitaschenbücher und Hardcover-Romane. Ihre Spannungsromane erobern die Bestsellerlisten, werden mit Preisen ausgezeichnet und erfolgreich verfilmt. , wie "Die Lüge" mit Natalia Wörner in der Seit Mitte der neunziger Jahre auch Arbeiten für das Fernsehen.

2003: Nominiert für den Deutschen Bücherpreis, (für: Das letzte Opfer)
2002: Burgdorfer Krimipreis, Schweiz (für: Meineid)
2001: Kulturpreis des Erftkreis
2000: Frauenkrimipreis der Landeshauptstadt Wiesbaden (für: Die Mutter)
1995: Rheinischer Literaturpreis der Stadt Siegburg (für: Der gläserne Himmel)

Nach dem Feuer. Diana: München 2020.
Das Mädchen Jannie. Diana: München 2019.
Als Luca verschwand. Diana: München 2018.
Der gläserne Himmel. Diana-TB: München 2017 (überarbeitete Neuaufl. von 1995).
Fremdes Leben. Diana-Verlag: München 2016.
Die Frau die Männer mochte. Diana-TB: München 2015 (Überarbeitete Neuaufl. von 1991).
An einem Tag im November. Diana-Verlag: München 2014.
Die Lüge. Diana TB: München 2014 (Überarbeitete Neuaufl. von 2003).
Hörig. Rowohlt TB: Reinbeck 2013 (Überarb. Neuaufl. „Die Augen Rasputins“, 1993).
Die Schuldlosen. Wunderlich: Reinbek 2012.
Der Frauenjäger. Wunderlich: Reinbek 2011.
Ein fast perfekter Plan. Rowohlt TB: Reinbek 2009.
Erinnerung an einen Mörder. Wunderlich: Reinbek 2008.
Am Anfang sind sie noch Kinder. Wunderlich: Reinbek 2006.
Der Schatten. Wunderlich: Reinbek 2005.
Seine große Liebe. Rowohlt TB: Reinbek 2005 (Überarb. Neuaufl . "Brunos große Liebe", 1993).
Die Freundin. Wunderlich: Reinbek 2004.
Süßer Sommer. Rowohlt TB: Reinbek 2004 (Überarb. Neuaufl. "Am Ende des Sommers", 1992).
Mit den Augen eines Kindes. Rowohlt TB: Reinbek 2004 (Überarb. Neuaufl. "Marens Lover", 1991).
Die Lüge. Wunderlich: Reinbek 2003.
Bélas Sünden. Rowohlt TB: Reinbek 2003.
Merkels Tochter. Rowohlt TB: Reinbek 2002 (Überarb. Neuaufl., 1993).
Das letzte Opfer. Wunderlich: Reinbek 2002.
Roberts Schwester. Rowohlt TB: Reinbek 2002 (Überarb. Neuaufl. "Geschwisterbande", 1992).
Die Chefin. Rowohlt TB: Reinbek 2001 (Neuaufl.).
Meineid. Rowohlt TB: Reinbek 2001.
Lukkas Erbe. Rowohlt TB: Reinbek 2000.
Die Mutter. Wunderlich: Reinbek 2000.
Der Puppengräber. Rowohlt TB: Reinbek 1999.
Die Sünderin. Wunderlich: Reinbek 1999.
Heiß und kalt. TV-Novel. Bastei Lübbe: Bergisch-Gladbach 1997.
Der gläserne Himmel. Gustav Lübbe: Bergisch-Gladbach 1995.
Betty. Bastei: Bergisch-Gladbach 1995.
Verbrannte Träume. Bastei Lübbe: Bergisch-Gladbach 1994.
Der stille Herr Genardy. Gustav Lübbe: Bergisch-Gladbach 1993.
Brunos große Liebe. Bastei Lübbe: Bergisch-Gladbach 1993.
Merkels Tochter. Bastei Lübbe: Bergisch-Gladbach 1993.
Der Engel mit den schwarzen Flügeln. Herbig: München 1992.
Geschwisterbande. Bastei Lübbe: Bergisch-Gladbach 1992.
Am Ende des Sommers. Bastei Lübbe: Bergisch-Gladbach 1992.
Das Geheimnis der Puppe. Herbig: München 1991.
Marens Lover. Bastei Lübbe: Bergisch-Gladbach 1991.
Wer zweimal lebt, ist nicht unsterblich. Bastei Lübbe: Bergisch-Gladbach 1991.
Die Frau, die Männer mochte. Bastei Lübbe: Bergisch-Gladbach 1991.

The Sinner / Die Sünderin. Romanverfilmung. Serie, 8 Episoden, USA Network. Erstausstrahlung: USA Network ab 02.08.2017. Erstausstrahlung Deutschland: Netflix ab 07.11.2017.
Die Lüge. Romanverfilmung. ZDF: 15.09.2008.
Der Puppengräber. Romanverfilmung. ARD: 24.09.2003.
Betty - Schön wie der Tod. Romanverfilmung. RTL: 30.04.2003.
Die Mutter. Romanverfilmung. ARD: 30.10.2002.
Im Namen der Liebe. Serienepisodefür "Die Cleveren". Drehbuch. RTL: 19.03.2002.
Todesengel. Serienepisode für "Die Cleveren". Drehbuch. RTL: 24.04.2001.
Heiß und Kalt. Fernsehfilm. Drehbuch. Zweiteilig. ZDF: 17./24.05.1997.
Post Mortem - Der Nuttenmörder. Fernsehfilm. Drehbuch. RTL: 29.04.1997.
Der stille Herr Genardy. Fernsehfilm. Drehbuch. Premiere: Erstausstrahlung RTL: 02.04.1997.
Post für Mike. Serienepisode für "Der Fahnder". Drehbuch. ARD: 12.02.1997.
Sprinter. Serienepisode für "Der Fahnder". Drehbuch. ARD: 15.01.1997.

Der Russe. In: PLAYBOY: München Juni 1990.
Sallys Schutzengel. In: PLAYBOY: München Juni 1989.
In: Leidenschaft, die Leichen schafft. Hrsg. von Hans-Martin Jossa. Bastei Lübbe: Bergisch-Gladbach 1995.
In: Mord After Eight. Kriminalgeschichten de Luxe. Hrsg. von Ralf Kramp. Scherz: München 1999.

Zum Sterben schön. Kurzgeschichten. Wunderlich: Reinbek 2007.

Auskunft Autorin

Aktualisiert 01.07.2021