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Magdalene Imig


Magdalene Imig © privat
Magdalene Imig
Köln
Köln
Köln
Rheinschiene, Rheinland komplett
Prosa, Funk
In den Heidenkämpen 14
51107 Köln
0221-863411
0171-5854334

Pressedaten

Erläuterungen und Bedingungen

Pressefotos und Logos zum Download in der Datenbank LITon.NRW

Das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. pflegt im Rahmen der NRW-Literatur-Online-Datenbank LITon.NRW (ehemals www.nrw-literatur-im-netz.de) seit Herbst 2003 eine Foto-Datenbank mit hochauflösenden Fotos von Autor*innen sowie Fotos und Logos von literarischen Institutionen und Projekten aus NRW. Der Service richtet sich an Medien und Literaturveranstalter*innen, die auf diese Weise unkompliziert an Pressefotos und/oder Logos gelangen können. Dieser Service ist (in der Regel) kostenlos. Wenn ein*e Autor*in / eine Institution / ein Projekt Pressefotos bzw. Logos zur Verfügung gestellt hat, ist unter dem jeweiligen Profilfoto das bzw. die entsprechende/n Symbol/e aktiv (anklickbar). Klickt man darauf, klappt bei den Pressefotos ein neues Menü aus, worüber sich das/die Foto/s herunterladen lassen; bei den Logos öffnet sich direkt ein neues Fenster, worüber diese direkt heruntergeladen werden können. Einem Download steht nichts entgegen, wenn die folgenden Nutzungsbedingungen akzeptiert werden:

Alle Rechte vorbehalten. Die Bildmaterialien dürfen lediglich für die redaktionelle Berichterstattung bzw. von Veranstalter*innen für ihre Öffentlichkeitsarbeit unter Angabe des Copyrights bzw. des*der Urhebers*Urheberin (falls im Datensatz angegeben) honorarfrei verwendet werden. Andere Nutzungen, insbesondere jede Art von kommerzieller Verwendung des vorliegenden Materials außerhalb der Medienberichterstattung oder Veranstaltungswerbung, ist ausdrücklich untersagt. Mit dem Download von Fotos bzw. Logos stimmt der*die Nutzer*in dieser Regelung ausdrücklich zu.

Infos für Autor*innen, literarische Institutionen und Projekte

Für die Bereitstellung von Fotos und Logos im Download-Bereich von LITon.NRW entstehen Autor*innen, literarischen Institutionen und Projekten keinerlei Kosten. Die Zurverfügungstellung des Fotos und/oder Logos erfolgt jedoch prinzipiell honorarfrei. Auch das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. als Betreiber der NRW-Literatur-Online-Datenbank stellt potenziellen Nutzer*innen dieses Services keinerlei Kosten in Rechnung. Es wird lediglich ein möglichst einfaches Verfahren angeboten, schnell an Fotos bzw. Logos für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu gelangen. Das Westfälische Literaturbüro übernimmt aus diesem Grunde auch keinerlei Haftung, falls die Download-Fotos/-Logos nicht für den Zweck der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Veranstalter*innen u.ä. genutzt werden.

Pressebild(er)

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Arbeitsproben (1)

 

Aus: DER FRIEDE IST ZWEI JAHRE JÜNGER ALS ICH

....Terrorangriff stand jetzt über den Todesanzeigen. In den
Polizeiberichten waren die Toten und Verletzten namentlich
aufgeführt und den Feldsoldaten zur Seite gestellt, denn von
nun an wurden auch die Daheimgebliebenen zu Verwun-
deten oder Gefallenen, und darunter stand der Wetterbericht,
damit später das Wieso und Warum genau rekonstruierbar wäre.
Später, von dem sie noch immer in Farben träumten.
Der Mann hielt sich noch gerader. Endlich war er gleichge-
stellt. Eine Uniform trug er ja längst, wenn auch die der
Bahnpolizei, aber die Abzeichen auf den Schultern, die blan-
ken Knöpfe, machten ihn zu einem, vor dem man hätte
strammstehen können.
Im April wurde eine stolze Statistik erhoben: Von den 3541
schweren Schäden waren schon 99 beseitigt.
Deutschland führe diesen Krieg um sein Lebensrecht, ein Ver-
teidigungskrieg sei es, dem deutschen Volk von seinen Feinden
auferzwungen.
Gab es Menschen, die so etwas glaubten?
Alles kann möglich sein, nur nicht, dass wir kapitulieren, hieß
es weiter in den kreischenden Berichten aus dem Propaganda-
ministerium.
Nein, das Kind kapitulierte nicht. Es schrie, schrie um sein
Leben, noch schrie es. Die Muttermilchquelle machte nie
satt, aber davon wollte die Frau nichts wissen. Sie stillte, weil
es das Beste sei, hatte die Schwester im Krankenhaus gesagt.
Der große Schwager Peter feierte seinen Namenstag. Es
gab Kartoffelsalat und die letzte Flasche Moselwein. Bis
Mitternacht blieben sie wach, nur das Kind war im Arm ein-
geschlafen. Hatte vom Mondamin-Pudding zu schmecken
bekommen. War zum ersten Mal satt geworden.
Diese Nacht hatte der Toten zu viele, als dass man ihre
Namen in den Berichten hätte einzeln nennen können. Auf
den qualmenden Straßen lagen sie, aus den hohläugigen
Häusern streckten sie ihre Füße, viele Tage vergingen, ehe
das, was von ihnen übriggeblieben war, irgendwo aufgebahrt
werden konnte, in Leichen-, Turn- und Reithallen. Männer,
Frauen und Kinder, kleine und große, und eines, soeben aus
der Mutter in die Welt geschoben und noch an der
Nabelschnur mit ihr zusammen erstickt.
Noch immer fraß sich das Feuer in hungriger Lust durch
Mauern und Dächer, noch immer krochen die Flammen
suchend umher. Die Stadt hörte nicht auf zu verbrennen.
Dem Kind in dem blauen Korbwagen, den die Frau durch die
rauchverhangenen Straßen schob, biss der Qualm in die
Augen, das Sterben klang schrill, und der Tod roch messer-
Scharf. Keuchend schleppte sich die Luft über Schutt und
Häuserreste, und die stille Verzweifelung, die aus den leeren
Fensterhöhlen strömte, kroch dem Kind mitten ins Herz hin-
ein. Nichts wusste es von den 158 000 Brandbomben, nichts
davon, was Krieg war, oder vielleicht eher nichts davon, was
Frieden sein könnte, denn davon hatte es noch nichts gespürt
in diesen vier Monaten seines Lebens. Nur die Angst grub
sich mit jedem Atemzug tiefer in die Seele hinein.....


Geboren in Köln, Gesang und Hörspiel im Kinderfunk, Fachabitur, Sprecherausbildung. Seit 1996 freie Autorin und Sprecherin. Zahlreiche Rezitationsprogramme (z.B. Jazz & Lyrics: Der andere Kästner, A. de St. Exupéry: Mehr als der kleine Prinz; Kölsche Weihnacht; De Krepp is leer, kölsches L(i)eben, Der lange Weg nach Bethlehem/Weihnachtsmärchen für Kinder), diverse Sprecherengagements.

Die Klosterfrau. Historischer Roman. Emons: Köln 2008.
Der Friede ist zwei Jahre jünger als ich. Roman. Verlag Michaela Naumann vmn: Nidderau 2005
Dir möchte ich vertrauen. Mit den zehn Geboten sinnvoll leben. Quell/Gütersloher Verlagshaus: Gütersloh 2003.
Nein, lieber Gott, jetzt nicht. Quell/Gütersloher Verlagshaus: Gütersloh 2002.
Keiner, der mehr Kind zu mir sagt. Schardt: Oldenburg 1999.
Bin ich oder nicht? Wienand: Köln 1996.

Kreuzdame. Köln-Krimi. Emons: Köln 2013.

12 Features. WDR: Köln 2008.
6 Features. WDR: Köln 2006.
6 Features. WDR: Köln 2005.
12 Features. WDR: Köln 2004.
6 Features. WDR: Köln 2003.
6 Features. WDR: Köln 2002.
6 Features. WDR: Köln 2001.
Gertrud von LeFort. Anno Domini. Domradio: Köln 2002.
Die Klosterfrau. Anno Domini. Domradio: Köln 2002.
Heilige und Kultfigur. Wer kennt Maria Magdalena? WDR: Köln 2000.
Gertrud von LeFort. Kind dichte, aber belästige keinen damit. WDR: Köln 2000.
Wandlungsglöckchen und Abendmahl. WDR: Köln 2000.
4 Features. WDR: Köln 2000.
6 Features. WDR: Köln 1999.
6 Features. WDR: Köln 1998.
Die Bürde der Bürgerlichkeit. WDR 2: Köln 1990.

Mensch gib Arbeit um Gottes Willen. (Brockensammlung. Warum ich. Armut im Alter I. Armut im Alter II.) KAB. Diözesanverband Köln: Köln 1997.

Kinder sind kleine Engel. In: H. Nitsche (Hg.): Da erschien ein Engel des Herrn. KST: Bad Honnef 2003.
Heilige und Kultfigur. Wer kennt Maria Magdalena? Gertrud von LeFort: Kind dichte, aber belästige keinen damit.
Wandlungsglöckchen und Abendmahl – Alltagsökumene. In: Kirchengeschichten. Glaubliches und Unglaubliches aus 2000 Jahren. Presseverband der Evangelischen Kirchen. 2001.
Armut im Alter. In: Hamburger Blätter 2/1998.
Biess dä? In: Kölle läv op der janze Welt. Greven: Köln 1998.
Grenze. In: Grenzgedanken. Bund: Köln 1991.
Rhabarber, Rhabarber. In: Vun Minsche us Kölle. Kleine und Blechinger: Köln 1989.
Lieber Papa. In: Frauen schreiben Geschichte(n). Marabuch: Köln 1989.
Für dich von deinem Werner. In: Liebesgeschichten aus dem Alltag. Rowohlt: Hamburg 1989.
Damals war ich das Kind. In: Der Hessische Bote. Gladenbach 1988.
Bettina. In: Der Weg. Evangelische Sonntagszeitung. 1988.
Mahlzeit. In: Frauen schreiben Geschichte(n). Marabuch: Köln 1988.

außerdem Beiträge in:
Wieder schlägt man ins Kreuz die Haken. Heike Wenig: Dorsten 2001.
Zehn Jahre Mauerfall. Heike Wenig: Dorsten 1999.

Kölner Autoren-Lexikon 1750-2000, Band 2: 1901-2000. Hrsg. v. Everhardt Kleinertz. Bearbeitet von Enno Stahl. Emons: Köln 2002.

Autor*innenauskunft, Sonstige Quellen: Kölner Autorenlexikon

Aktualisiert 05.02.2020