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Wolfgang Voosen


Wolfgang Voosen © privat
Wolfgang Voosen
1946
Lüneburg
Wuppertal, Remscheid
Bergisches Land, Rheinland komplett
Thriller/Kriminalroman
Schreibworkshops für Erwachsene
Ja
0202-620809
0176-34978425

Pressedaten

Erläuterungen und Bedingungen

Pressefotos und Logos zum Download in der Datenbank LITon.NRW

Das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. pflegt im Rahmen der NRW-Literatur-Online-Datenbank LITon.NRW (ehemals www.nrw-literatur-im-netz.de) seit Herbst 2003 eine Foto-Datenbank mit hochauflösenden Fotos von Autor*innen sowie Fotos und Logos von literarischen Institutionen und Projekten aus NRW. Der Service richtet sich an Medien und Literaturveranstalter*innen, die auf diese Weise unkompliziert an Pressefotos und/oder Logos gelangen können. Dieser Service ist (in der Regel) kostenlos. Wenn ein*e Autor*in / eine Institution / ein Projekt Pressefotos bzw. Logos zur Verfügung gestellt hat, ist unter dem jeweiligen Profilfoto das bzw. die entsprechende/n Symbol/e aktiv (anklickbar). Klickt man darauf, klappt bei den Pressefotos ein neues Menü aus, worüber sich das/die Foto/s herunterladen lassen; bei den Logos öffnet sich direkt ein neues Fenster, worüber diese direkt heruntergeladen werden können. Einem Download steht nichts entgegen, wenn die folgenden Nutzungsbedingungen akzeptiert werden:

Alle Rechte vorbehalten. Die Bildmaterialien dürfen lediglich für die redaktionelle Berichterstattung bzw. von Veranstalter*innen für ihre Öffentlichkeitsarbeit unter Angabe des Copyrights bzw. des*der Urhebers*Urheberin (falls im Datensatz angegeben) honorarfrei verwendet werden. Andere Nutzungen, insbesondere jede Art von kommerzieller Verwendung des vorliegenden Materials außerhalb der Medienberichterstattung oder Veranstaltungswerbung, ist ausdrücklich untersagt. Mit dem Download von Fotos bzw. Logos stimmt der*die Nutzer*in dieser Regelung ausdrücklich zu.

Infos für Autor*innen, literarische Institutionen und Projekte

Für die Bereitstellung von Fotos und Logos im Download-Bereich von LITon.NRW entstehen Autor*innen, literarischen Institutionen und Projekten keinerlei Kosten. Die Zurverfügungstellung des Fotos und/oder Logos erfolgt jedoch prinzipiell honorarfrei. Auch das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. als Betreiber der NRW-Literatur-Online-Datenbank stellt potenziellen Nutzer*innen dieses Services keinerlei Kosten in Rechnung. Es wird lediglich ein möglichst einfaches Verfahren angeboten, schnell an Fotos bzw. Logos für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu gelangen. Das Westfälische Literaturbüro übernimmt aus diesem Grunde auch keinerlei Haftung, falls die Download-Fotos/-Logos nicht für den Zweck der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Veranstalter*innen u.ä. genutzt werden.

Pressebild(er)

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Arbeitsproben (3)

 

Aus: ÜBERLEBEN BIS ZUM TOD

Jürgen Fassbinder nahm im Fernsehsessel Platz. In dem vom vielen Wandern stark gebräunten Gesicht des Kriminologen thronte eine mächtige Nase, die ihm bei diversen Mitarbeitern schon frühzeitig den Namen 'Der Riecher' eingebracht hatte. Doch auch die Tatsache, dass sich die Zahl seiner aufgeklärten Fälle sehen lassen konnte und weit über den durchschnittlichen Quoten lag, hatte wohl dazu beigetragen.
Wie üblich schaltete er an diesem Sonntagabend nach der Tagesschau auf das Zweite um. Bei einer Verfilmung des Romans 'Zum Teufel mit David' von Katie Fforde wollte er – wie seine vor fünf Jahren infolge der Ruptur eines Aneurysmas verstorbene Frau Simone es immer auszudrücken pflegte – die Seele baumeln lassen. Sich den 'Tatort' im Ersten anzusehen, kam ihm nur selten in den Sinn. Trotz seines Berufes. Oder gerade deswegen.
Es ärgerte ihn maßlos, wenn Kriminalbeamte in TV-Krimis als Vollidioten dargestellt wurden. Die Filme hatten gar zu wenig mit der Wirklichkeit zu tun. Da fuhren Ermittler des Nachts auf fast leeren Straßen in einem Abstand von nur fünfzig Metern hinter Tatverdächtigen her und wollten den Zuschauer glauben machen, dass die so Observierten dies nicht bemerkten, schwerste Koffer mit Einbruchwerkzeugen wurden geschwenkt, als würden in ihnen Styroporkugeln transportiert, und von irgendeinem amerikanischen Regisseur hatte man die Unsitte übernommen, Pistolen beim Schusswechsel waagerecht statt senkrecht zu halten, obgleich kein Polizist seine Waffe je so einsetzen würde.


Aus: ZAMPANO

Sie hatte sich von ihrem Vater abgewandt und blickte durch das fast bis zum Boden reichende Sprossenfenster hinaus auf den Teich, der links und rechts von über hundertjährigen Eichen gesäumt wurde.
Schon als Kind hatte sie hier in der zweigeschossigen, ringsum mit einer Galerie versehenen Familienbibliothek oft stundenlang gesessen, vertieft in einen der Bände 'Durch die weite Welt'. Sie liebte diese Bücher, die sie hinaustrugen in ferne Gegenden. Sie stillten ihren Hunger nach fremden Ländern. Mit seinen wundersamen Geschichten, teils erfunden, teils wirklich erlebt, hatte ihr Großvater den Stachel der Sehnsucht in ihr Herz gepflanzt.
Sie erinnerte sich, als sei es gestern gewesen. Ihren Stuhl hatte sie immer ganz dicht an die Fensterbank gerückt, damit sie über den Teich und die Rhododendrenbüsche hinweg ihren Blick gen Osten hinab ins Tal gleiten lassen konnte, wenn das Gelesene sich mit ihrer Phantasie vermischte und ihre Gedanken davonflogen, weit hinter den Horizont.
Jetzt war ihr der Blick ins Tal verwehrt. Dichte Nebelschwaden waberten herauf und tauchten die Büsche in farbloses Grau. Nur wenige Strahlen der kraftlosen Sonne durchstießen die zähen Schwaden. Für einen kurzen Augenblick hellte sich das trübe Grau auf, wurde milchig weiß. Das auf der Oberfläche des Teiches schwimmende gelbbraun verfärbte Herbstlaub der Eichenblätter tanzte, vom Wasserzufluss bewegt, ein letztes Farbenspiel. Ein Aufbäumen vor dem Totentanz.


Aus: NICHT DIE ZEIT ZU STERBEN

"Guten Tag, ich bin Kommissar Feldmann. Meine Kollegin Schmidtbauer", er deutete auf Daniela, "und ich sind Mitglieder einer Sonderkommission, die zurzeit mehrere Tötungsdelikte untersucht. In einem der Fälle hat uns ein Fingerabdruck zu Ihnen geführt."
"Was? Ich glaub, mein Schwein pfeift. Das kann doch nicht wahr sein. Ich sitze hier seit Monaten im Knast und jetzt wollt ihr mir auch noch einen Mord anhängen? Du hast wohl nicht alle Latten am Zaun!", ereiferte sich Carla Menzone, die ihr südländisches Temperament nicht verbergen konnte.
"So fangen wir erst gar nicht an, sonst werde ich verdammt ungemütlich. Ihre Beleidigungen können Sie sich sparen. Außerdem wüsste ich nicht, dass wir schon mal ein Bier zusammen getrunken haben und per Du sind."
Carsten machte einen auf Bad Cop, obwohl ihn die schnodderige Art von Menzone amüsierte, denn er war von anderen Vernehmungen solche frech-dreisten Äußerungen gewohnt. Er ließ ihr ein paar Sekunden Zeit, sich zu beruhigen. "Können wir jetzt vernünftig miteinander reden?", fuhr er mit der Befragung fort.
"Ist ja schon gut, Alter! Aber mal im Ernst, wie bist du … äh … wie sind Sie denn gerade auf mich gekommen. Ich rauch zwar ab und zu mal 'nen Joint, aber mit Mord und Totschlag hab ich echt nix am Hut, capice?"
Dass sie ihn Alter genannt hatte, überhörte er wohlweislich, denn das war wohl allgemeiner Sprachgebrauch in ihren Kreisen und hier im Knast sowieso. "Von der Anstaltsleitung haben wir erfahren, dass Sie Freigängerin sind, weil Sie nur noch ein paar Wochen abzureißen haben."
"Klingt wie eine Sage, nur noch 27 Tage!", trällerte sie.
Innerlich musste Carsten über diesen melodisch eingefärbten Reim schmunzeln, der so spontan über Menzones Lippen kam.
"Das Problem ist, dass jedes Mal, wenn einer der drei Männer getötet wurde, Sie Freigang hatten."
"Na und, Zufall!"
"Schon ein merkwürdiger Zufall …"
"Auch ein merkwürdiger Zufall bleibt ein Zufall."
Jetzt huschte über Danielas Gesicht ein Lächeln, denn eine so witzige und zugleich treffende Bemerkung hätte sie ihr gar nicht zugetraut.


Wolfgang Voosen, am 25. Mai 1946 in Lüneburg geboren, studierte Jura und Volkswirtschaft in Bonn und Hamburg. Vor seinem Ruhestand bekleidete er bei der Barmenia-Versicherung in Wuppertal mehrere Führungspositionen, zuletzt als Leiter der Konzern-Rechtsabteilung und Geldwäschebeauftragter. Mehrere Jahre war er anschließend als Dozent für Rechts- und Wirtschaftskunde tätig. Außerdem leitete er in Remscheid, dem Sitz seines bisherigen Verlages, eine Schreibwerkstatt, um Interessenten die Wege zur Schriftstellerei zu ebnen.
Verheiratet seit 1972, Vater von zwei Kindern, widmete er sich zunächst bis 2008 der Bildhauerei mit etlichen Ausstellungen im europäischen In- und Ausland. 2009 veröffentlichte er seinen Roman "Grenzenlos" (inzwischen vergriffen, noch als E-Book erhältlich), dem 2011 sein erster Bergischer Krimi "Gabriel oder das Versprechen" und 2013 "Überleben bis zum Tod" folgten. Anfang 2015 erschien sein Kriminalroman "Zampano", der - wie schon die vorangegangenen - im Bergischen spielt. Sein bisher letzter veröffentlichter Krimi - "Nicht die Zeit zu sterben" - ist seit März 2018 im Handel und wurde von ihm in zahlreichen Lesungen vorgestellt, zuletzt im Rahmen der LIT.ronsdorf, bei der er seit vielen Jahren regelmäßig liest.

Betrug - Kriminalgeschichten aus der Versicherungsbranche. BoD: Norderstedt 2023.
Tatort Schwebebahn. BoD: Norderstedt 2022.
Nicht die Zeit zu sterben. Kriminalroman. Bergischer: Remscheid 2018.
Zampano. Kriminalroman. Bergischer: Remscheid 2014.
Überleben bis zum Tod. Kriminalroman. Bergischer: Remscheid 2013.
Gabriel oder das Versprechen. Kriminalroman. rga Buchverlag: Remscheid 2010.
Grenzenlos. Kriminalroman. Hierreth: Goldbach 2009.

Der wankelmütige Weihnachtsbaum. In: Weihnachten. Hrsg. von Oliver Buchta. Bergischer: Remscheid 2018.
Schwarze Witwe. In: Ein Netz von Wegen. Dorante Edition: Berlin 2009.

Rezension zu "Zampano" von Peter M. Förster auf seiner Website: www.meine-kommissare.de. 2019.

Zu: Nicht die Zeit zu sterben

Der Autor hat sich der undankbaren Aufgabe lückenloser Recherche unterworfen. Der Leser dankt es ihm. Wolfgang Voosen geht sogar so weit, dem Leser Aussichtslosigkeit vorstellbar zu machen.
Von: Peter M. Förster. Erschienen auf: www.meine-kommissare.de, 2019.

Zu: Zampano

Die gut recherchierten Abläufe der Polizeiarbeit und Ausflüge in die geheimnisvolle Welt der Pathologie machen dieses Buch zu einer spannenden und darüber hinaus aufschlussreichen Lektüre.
Von: Rebecca Jahn. Erschienen in: Bergischer Bote, April/Mai 2015.

Kurzweilig und unterhaltsam nimmt Voosen seine Zuhörer mit auf Verbrecherjagd. Immer wieder lässt er Straßen und markante Schauplätze des Bergischen Landes in seinen Romanen auftauchen.
Von: Stefanie Schreiber. Erschienen in: Remscheider Generalanzeiger, 26.03.2015.


[…] gerät er in den Sog eines Geldwäscheskandals und damit [...] in das Milieu, das Voosens einstigen Berufsalltag beherrscht hat. Was der Autor außerdem von dort mitbringt, ist der Hang zur Gründlichkeit.
Von: Manfred Görgens. Erschienen in: Auslese-Magazin, Winter 2014.

Es gibt Menschen, die entdecken [...] ihre zweite Berufung. Genau so jemand ist der ehemalige Leiter der Rechtsabteilung Wolfgang Voosen. Eigentlich hätte er sich längst zur Ruhe setzen können.
Von: Jörg Droste. Erschienen in: Die Barmenia, HZ! 2014-01.

Meine Lesungen (in der Kanzlei Dr. Hopfgarten und Partner, Wuppertal, wo ich meinen letzten Roman exklusiv vorgestellt habe, waren mehr als 70 Zuhörer anwesend) beginne ich nach kurzer Begrüßung und Vorstellung meistens mit einem meiner Gedichte aus der Tierwelt mit dem Hinweis, dass es auch dort mörderisch zugeht. Es lockert auf und entspannt die Zuhörer.

Meine Ideen für ein neues Buch finde ich meist durch Zeitungsnotizen, gelegentlich auch durch Hinweise in Filmen, die dort oft nur als Randnotiz auftauchen. Mit kurzem Vermerk notiere ich sie in meinem Rechner. Bei Bedarf entscheide ich dann, welche der stichwortartig festgehaltenen Ideen zu meinem neuen Buch wird.
Ein regionaler Krimi hat nach meiner Erfahrung nicht den Verbreitungsgrad, wie ich ihn mir wünsche, aber ein treues Publikum. Das stelle ich vor allem dann fest, wenn ich darauf angesprochen werde, wann mein nächster Roman erscheint. Damit ist auch schon die Frage beantwortet, für wen ich schreibe. Es sind die Leser, die es lieben, beschriebene Straßen, Plätze und Orte während des Lesens wiederzuentdecken. Und das sind auch meistens diejenigen, die auf das nächste Buch warten.

Auskunft Autor

Aktualisiert 25.09.2023