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Annette-von-Droste-Gesellschaft e.V.


LITon.NRW Institutionen
Annette-von-Droste-Gesellschaft e.V.
1928
Münster-Nienberge
Münster
Münsterland, Westfalen komplett
literarische Gesellschaft, Archiv, Publikationen
Am Rüschhaus 81
48161 Münster
Deutschland
02533-3109

Die Schwerpunkte hat sich die Gesellschaft darin gesetzt, die Person und die Werke der Annette von Droste-Hülshoff, die Literatur und Literaturgeschichte Westfalens sowie die zeitgenössische internationale Literatur mit einem besonderen Gewicht auf Lyrik hervorzuheben und darzustellen.
So veranstaltet die Gesellschaft nun regelmäßig verschiedenste Lesungen. Von 1979 bis 1995 initiierte und veranstaltete sie alle zwei Jahre das viertägige "Lyrikertreffen-Münster". Ein weiterer neuerer Schwerpunkt des Programmes liegt in der Arbeit mit SchülerInnen und Schulen. Die Gesellschaft arbeitet etwa mit dem Pascal-Gymnasium, Münster, Programme um Leben und Werk der Droste für internationale SchülerInnen aus, die sich als Gäste der Schulen in Münster aufhalten. In einer kleinen Publikation werden diese Programme in Deutsch, Englisch und Französisch erhältlich sein (ab Schuljahr 2000/2001).

Vorstand:
Erster Vorsitz: Georg Veit
Zweiter Vorsitz: Dr. Jochen Grywatsch
Geschäftsführer: Hans-Gerd Hense [kommissarisch]
Schatzmeister: Hans-Gerd Hense

Ehrenvorsitzender:
Rudolf Beisenkötter

Beirat (mit Sitz im erweiterten Vorstand):
Prof. Dr. Cornelia Blasberg
Peter Frommhold
Dr. Rüdiger Nutt-Kofoth

Beirat:
Anna-Lena Böttcher
Liselotte Folkerts
Prof. Dr. Peter Heßelmann
Prof. Dr. Lothar Köhn
Dr. Friederike Maßling
Kerstin Mertenskötter
Julia Naessl-Doms
Gisela Plate
Dr. Mechthild Freifrau Raitz von Frentz
Harald Redmer
Erika Reichert

Bei der Droste-Gesellschaft handelt es sich um eine sehr rege und in ihrem Programm breit angelegte Gesellschaft; jährlich finden etwa vierzig Veranstaltungen statt.(Aktuelle Termine entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender auf der Homepage)

Das Leben und Werk der Annette von Droste-Hülshoff mit seinen unauffälligen Begebenheiten zu erfassen, heißt den scheinbar vertrauten Umgang mit dieser Poetin, für viele einfach Annette, zu objektivieren.
Als vor hundert Jahren die Rezeption ihrer Werke einsetzte, als in Münster ihr idealisiertes Denkmal seinen Platz fand, stieg das Interesse für ihre Person. Oft genug wurde die Dichterkrone der Droste blank geputzt, dabei leider die Spinnweben nicht entfernt. Die Weltanschauung der Dreißiger Jahre unseres Jahrhunderts mißbrauchte das Werk Annette von Droste-Hülshoffs dann, es wurde bis zur Unkenntlichkeit stilisiert. Die kritische Auseinandersetzung seit 25 Jahren wirkt da sehr wohltuend.
Gerade bei dieser Autorin, bei der es schwerfällt, Leben und Werk zu trennen, bleibt die Frage nach ihrer Kraft, zeitlose Gedichte gegen epochalen Zeitgeist zu verfassen, erlaubt. "So steht mein Entschluß fester als je, nie auf den Effeckt zu arbeiten, [...], und unsere blasirte Zeit und ihre Zustände gänzlich mit dem Rücken anzusehn." Die besten Gedichte Annette von Droste-Hülshoffs widerstehen jedem Zeitgeschmack und jeder Provinzialität, sie sind längst Teil unserer Weltkultur geworden.
Das Werk der Droste ist in gleicher Weise geprägt durch Anknüpfung an literarische Tradition und die Entwicklung künstlerischer Individualität und Originalität. Es zeigt neuartige Naturdarstellungen als poetische Landschaft, in der etwa die Darstellung von Gespenstisch-Spukhaftem ohne Aufgabe kritischen Bewußtseins ihre Berechtigung hat. Psychologisches Einfühlungsvermögen zeigt die packende Kriminalnovelle "Die Judenbuche", die uns mit Hochachtung erfüllt, womit Sie ihre schreibenden Zeitgenossen weit überragt.
Die spannende Modernität des literarischen OEuvres der Dichterin aus Westfalen gilt es (wieder) zu entdecken. Die Lyrikerin Ulla Hahn fragt nicht zuletzt Annette von Droste-Hülshoff, die ihr vorangefahren ist, wie es um uns, ihre Nachfahren, steht. Indem wir Fragen aus unserer Zeit stellen, antwortet Sie als Zeitgenossin. Die Gedichte der Droste sind Antworten. Es muß nur immer neu gefragt werden.

Die Geschäfts- und Dokumentationsstelle der Annette von Droste Gesellschaft befindet sich im Droste-Museum Haus Rüschhaus.

Droste-Jahrbuch 12. 2017-2018. Hrsg. von Cornelia Blasberg, Jochen Grywatsch und Winfried Woesler. Wehrhahn: Hannover 2019.
Droste-Jahrbuch 11. 2015-2016. Literaturgeschichte als Problemfall. Zum literarhistorischen Ort Annette von Droste-Hülshoffs und der "biedermeierlichen" Autoren in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hrsg. von Rüdiger Nutt-Kofoth. Wehrhahn: Hannover 2017.
Droste-Jahrbuch 10. 2013-2014. Hrsg. von Jochen Grywatsch und Winfried Woesler. Wehrhahn: Hannover 2015.
Droste-Jahrbuch 9. 2011-2012. ZwischenZeiten. Zur Poetik der Zeitlichkeit in der Literatur der Annette von Droste-Hülshoff und der "Biedermeier"-Epoche. Hrsg. von Cornelia Blasberg in Verbindung mit Jochen Grywatsch. Wehrhahn: Hannover 2013.
Droste-Jahrbuch 8. 2009-2010. Hrsg. von Jochen Grywatsch und Winfried Woesler. Wehrhahn: Hannover 2011.
Droste-Jahrbuch 7. 2007-2008. Raum. Ort. Topographien der Annette von Droste-Hülshoff. Hrsg. von Jochen Grywatsch. Wehrhahn: Hannover 2009.
Droste-Jahrbuch 6. 2005-2006.Hrsg. von Winfried Woesler und Jochen Grywatsch. Münster 2007.
Droste-Jahrbuch 5. 1999-2004.Hrsg. von Winfried Woesler und Ulrich Wollheim. Münster 2004.
Droste-Jahrbuch 4. 1997/98. Hrsg. von Winfried Woesler und Ulrich Wollheim. Münster 2000.
Annette von Droste-Hülshoff. Historisch-kritische Ausgabe: Werke/Briefwechsel. 28 Bände. Hrsg. von Winfried Woesler. Tübingen 1978-2000.
Droste-Jahrbuch 3. 1991-1996. Hrsg. von Winfried Woesler. Paderborn 1997.
Droste-Jahrbuch 2. 1988-1990. Hrsg. von Winfried Woesler. Paderborn 1990.
Droste-Jahrbuch 1. 1986/87. Hrsg. von Winfried Woesler. Münster 1986.
Beiträge zur Droste-Forschung Nr. 5. 1978-1982. Hrsg. von Winfried Woesler. Osnabrück 1982.
Beiträge zur Droste-Forschung Nr. 4. 1976/77. Hrsg. von Winfried Woesler. Dülmen 1977.
Kleine Beiträge zur Droste-Forschung Nr. 3. 1974/75. Hrsg. von Winfried Woesler. Dülmen 1974.
Kleine Beiträge zur Droste-Forschung Nr. 2. 1972/73. Hrsg. von Winfried Woesler. Dülmen 1973.
Kleine Beiträge zur Droste-Forschung 1971. Hrsg. von Winfried Woesler. Münster 1970.
Jahrbuch der Droste-Gesellschaft 1972. Band V. Hrsg. von Clemens Heselhaus. Münster 1972.
Jahrbuch der Droste-Gesellschaft 1962. Band IV. Hrsg. von Clemens Heselhaus. Münster 1962 (Westfälische Blätter für Dichtung und Geistesgeschichte).
Jahrbuch der Droste-Gesellschaft 1959. Band III. Hrsg. von Clemens Heselhaus. Münster 1959 (Westfälische Blätter für Dichtung und Geistesgeschichte).
Jahrbuch der Droste-Gesellschaft 1948/50. Band II. Hrsg. von Clemens Heselhaus. Münster 1950 (Westfälische Blätter für Dichtung und Geistesgeschichte).
Jahrbuch der Droste-Gesellschaft 1947. Band I. Hrsg. von Clemens Heselhaus. Münster 1947 (Westfälische Blätter für Dichtung und Geistesgeschichte).

Auskunft Institution

Aktualisiert 23.01.2020