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Jost Baum


Jost Baum © privat
Jost Baum
F. W. Parker
1954
Mettmann
Wuppertal
Wuppertal, Ruhrgebiet, Rheinland
Bergisches Land, Niederrhein, Ruhrgebiet, Westfalen komplett, Rheinland komplett
Prosa, Thriller/Kriminalroman, Kinder-/Jugendbuch, Funk, Internet, Sonstige Medien, Sachbuch, Satire, Science-Fiction
Ja
Amalienstraße 4
42287 Wuppertal
0202-28188249

Pressedaten

Erläuterungen und Bedingungen

Pressefotos und Logos zum Download in der Datenbank LITon.NRW

Das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. pflegt im Rahmen der NRW-Literatur-Online-Datenbank LITon.NRW (ehemals www.nrw-literatur-im-netz.de) seit Herbst 2003 eine Foto-Datenbank mit hochauflösenden Fotos von Autor*innen sowie Fotos und Logos von literarischen Institutionen und Projekten aus NRW. Der Service richtet sich an Medien und Literaturveranstalter*innen, die auf diese Weise unkompliziert an Pressefotos und/oder Logos gelangen können. Dieser Service ist (in der Regel) kostenlos. Wenn ein*e Autor*in / eine Institution / ein Projekt Pressefotos bzw. Logos zur Verfügung gestellt hat, ist unter dem jeweiligen Profilfoto das bzw. die entsprechende/n Symbol/e aktiv (anklickbar). Klickt man darauf, klappt bei den Pressefotos ein neues Menü aus, worüber sich das/die Foto/s herunterladen lassen; bei den Logos öffnet sich direkt ein neues Fenster, worüber diese direkt heruntergeladen werden können. Einem Download steht nichts entgegen, wenn die folgenden Nutzungsbedingungen akzeptiert werden:

Alle Rechte vorbehalten. Die Bildmaterialien dürfen lediglich für die redaktionelle Berichterstattung bzw. von Veranstalter*innen für ihre Öffentlichkeitsarbeit unter Angabe des Copyrights bzw. des*der Urhebers*Urheberin (falls im Datensatz angegeben) honorarfrei verwendet werden. Andere Nutzungen, insbesondere jede Art von kommerzieller Verwendung des vorliegenden Materials außerhalb der Medienberichterstattung oder Veranstaltungswerbung, ist ausdrücklich untersagt. Mit dem Download von Fotos bzw. Logos stimmt der*die Nutzer*in dieser Regelung ausdrücklich zu.

Infos für Autor*innen, literarische Institutionen und Projekte

Für die Bereitstellung von Fotos und Logos im Download-Bereich von LITon.NRW entstehen Autor*innen, literarischen Institutionen und Projekten keinerlei Kosten. Die Zurverfügungstellung des Fotos und/oder Logos erfolgt jedoch prinzipiell honorarfrei. Auch das Westfälische Literaturbüro in Unna e.V. als Betreiber der NRW-Literatur-Online-Datenbank stellt potenziellen Nutzer*innen dieses Services keinerlei Kosten in Rechnung. Es wird lediglich ein möglichst einfaches Verfahren angeboten, schnell an Fotos bzw. Logos für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu gelangen. Das Westfälische Literaturbüro übernimmt aus diesem Grunde auch keinerlei Haftung, falls die Download-Fotos/-Logos nicht für den Zweck der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von Veranstalter*innen u.ä. genutzt werden.

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Arbeitsproben (1)

 

IT'S SHOWTIME, BABY

Neunzehnhundertneunzig, an einem lauen Sommerabend, ein Jahr nach der Wende, im Jahr der Glücksritter und Kriegsgewinnler, sah Neil Kacmarek dieses Mädchen zum ersten Mal. Er saß vor einem Holztisch auf einer Art Bühne, die fleißige Hände im Foyer der Stadtbibliothek aufgebaut hatten und beobachtete seine Zuhörer mit einer Mischung aus Neugier und Respekt, die gewöhnlich Löwendompteure vor ihren Raubtieren haben. Der Lichtkegel einer Nachttischlampe fiel auf das Manuskript und blendete ihn. Vor ihm lag die druckfrische Ausgabe seines gerade erschienenen Romans. Wie ein drohender Finger bog sich in Höhe seiner Nase der Schwanenhals des Mikrofons. Aber das war es nicht, was seinen Mund trocken wie Wüstensand werden ließ. Neil vermutete, dass es eher an den langen Beinen lag, die sie graziös, wie die Moderatorin einer Talkshow, übereinandergeschlagen hatte. Die beiden nächsten Seiten las er wie in Trance. Ihm war klar, dass er den Berg, der sich vor ihm auftürmte, in diesem Zustand niemals erklimmen würde. Er bat um Wasser und schwieg ein paar Sekunden, bis das Glas mit dem rettenden Nass vor ihm stand. Dann nahm er einen tiefen Schluck und schloss die Augen. Als er sie wieder öffnete, schritt sie auf ihren hohen Hacken in das Dunkel des Raumes. Ihre Silhouette glich der geschwungenen Kontur eines Kontrabasses. Die schwarzen Haare streichelten ihre Hüften, die schlank wie ein Sektkelch waren.
Nach einem weiteren Kapitel legte er eine Verschnaufpause ein. Die Leute klatschten ein bisschen, bevor das Licht anging, und steuerten dann auf eine Bar zu, die am Ende des Saals aufgebaut war, der tagsüber als Leihbücherei fungierte.
Als er von der Toilette zurückkam, entdeckte Neil Kacmarek sie mitten unter einem halben Dutzend Frauen. In ihrem feuerroten Kleid geriet sie zu einer Orchidee in einem Meer von Sumpfdotterblumen. Der Kerl an ihrer Seite war gut doppelt so alt wie dieses bezaubernde Wesen, stellte Kacmarek wütend fest. Er schätze ihn auf Anfang fünfzig. Der Mann lächelte ein strahlendes Kukident-Gewinnerlächeln. Eindeutig privat versichert, dachte Neil neidisch. Sein Gebiss, einschließlich der schwarzen Lackschuhe, glänzten wie die Tasten einer Hammondorgel. Überhaupt war alles an ihm ganz in schwarz gehalten. Er trug das, was geistig Minderbemittelte, die sich für Intellektuelle halten, als letzten Schrei empfinden. Der Schnitt der kurzen grauen Stoppel auf seinem Kopf hatte ein Figaro dem Bart eines Rauhaarteckels abgeguckt, entschied Kacmarek, plötzlich eifersüchtig. Das alles schien die junge Dame an der Seite des Mannes nicht die Bohne zu interessieren. Sie schmiegte sich an ihn, während er seinen Arm um ihre Astralhüften legte. Neil hätte schreien können. Gerade noch rechtzeitig erschien Madame  Mohnhaupt, Bibliotheksleiterin und Gastgeberin in einer Person. Ein liebes Geschöpf, mit einer dicken Brille und Mittelscheitel, auf dem sich der Staub von hunderttausend Büchern abzulagern schien. Sie hatte seinen Roman aufgeschlagen und bat Kacmarek, ihn zu signieren.
Es gibt kein erhabeneres Gefühl für einen Dichter, dachte Neil zufrieden. Die beiden voran gegangenen Romane verkauften sich nicht schlecht. (Les petites nouvelles noir, wie Kacmarek sie liebevoll im kleinen Kreise nannte) Jedenfalls reichte es für die Miete. Nachdem ein, zwei ganz  passable Rezensionen in Provinzzeitungen erschienen waren, lud man ihn zu Lesungen ein. Neil avancierte zum Lokalmatador, zweite Bundesliga, wenn Sie wissen, was ich meine. Ehe Neil sich wehren konnte, zog sie ihm am Arm, und sie steuerten auf die schöne Fremde und deren Galan zu "Darf ich vorstellen, Harry Keller, Fernsehredakteur, Neil Kacmarek, unser heutiger Gast und Autor. Neil drückte dem Grauhaarigen die Pfote. Sie war weich wie ein Drei-Minuten-Ei. "Hallo, ich bin Lucy", grinste das Mädchen. Sie musterte ihn
dabei aus großen rehbraunen Augen. Ihr Gesicht war perfekt geschminkt.
Sie hatte noch nicht viel erlebt. Ihr Teint war makellos. Neil entdeckte nicht eine einzige Falte.
"Übrigens", fuhr Lucy fort, "dass ich während ihres Vortrags aufgestanden bin, hat nichts mit der Qualität der Texte zu tun. Ich hatte Harry versprochen, auf ihn zu warten. Er hat sich ein wenig verspätet, deshalb habe ich ihn im Foyer gesucht."
Harry nickte ernst und zog sie etwas fester an sich. Tja, so ist das, es gibt eben wichtigere Termine für Fernsehredakteure als die Dichterlesung eines Provinzautors…. überlegte Neil zähneknirschend.
Plötzlich war Neil von drei Damen mittleren Alters umringt. Irgendein Literaturkurs der Volkshochschule. Kacmarek seufzte, es war einfach nichts zu machen. Wie ein Nachen in der tosenden Brandung wurde er fortgespült. Neil verlor Lucy aus den Augen und musste ein paar Fragen seiner interessierten Leser beantworten. Was ihn ein wenig schmeichelte.
"Wie sind sie zum Schreiben gekommen Herr Kacmarek?"
Er zuckte die Achseln. "Schwer zu sagen... Einige backen Brötchen, andere schneiden Haare und wieder andere hocken Tag für Tag über ihrer Schreibmaschine." Das war aber nur die halbe Wahrheit, für seinen ersten Roman hatte er ein Jahr lang jeden Abend bis in die Nacht hinein an seiner Schreibmaschine, einer alten Olivetti, die er von seinem Vater geerbt hatte, gesessen und sich die Finger wund geschrieben. Mehr als ein dutzend Verlage hatten sein Werk abgelehnt, bis schließlich ein kleiner Verlag ein Einsehen hatte und den Roman veröffentlichte. Niemand wurde glücklich damit, am allerwenigsten Neil Kacmarek, der etwa hundert Exemplare davon verkaufte, das Meiste an Freunde und Verwandte.
"Ist Neil Kacmarek ihr Pseudonym?" "Aber mein Gott bewahre... Nein, ich heiße wirklich so. Mein Vater war polnischer Wanderarbeiter und meine Mutter eine amerikanische Seiltänzerin. Ich bin in Berlin aufgewachsen." Bevor er noch weiteren Blödsinn verzapfen konnte, erlöste ihn Madame Mohnhaupt und rief zur zweiten Runde. Er setzte sich wieder an den Holztisch und knipste die Leselampe an.
Wo war Lucy? Schon jetzt vermisste er ihre schlanken Schenkel mit den hohen Hacken. Mit Ach und Krach, etlichen Versprechern und einigen Räuspern trug Neil die letzten beiden Kapitel vor, der Applaus hielt sich in Grenzen. Ein paar Unentwegte kauften seine Bücher, die er sofort signierte, bis schließlich seine Auftraggeberin erschien und ihm verschämt einen Scheck zu steckte. Auf ihm waren fünfzig Mark mehr als die vereinbarte Summe notiert.
Er wusste nicht, ob es Mitleid war, oder ob sie das, was er schrieb, wirklich mochte. Sie versprach, ihn weiter zu empfehlen. "Gut, gut," antwortete er, und hörte nur mit halbem Ohr zu. Neil suchte Lucy, aber die war längst mit Papa Keller verschwunden. Madame Mohnhaupt brachte Kacmarek noch zu seinem Auto. Vielleicht hofft sie auf einen intimen intellektuellen Nachschlag bei Kerzenschein und einem Glas Rotwein, dachte Neil und gähnte herzhaft.
Nach einer Weile nickte sie tapfer, als Neil sich damit entschuldigte, dass er müde sei.
Der Peugeot tat ihm den Gefallen und sprang an. Sonst hatte er schon mal seine Mucken, aber an diesem Abend ließ er Kacmarek nicht im Stich. Für Neil war es ein gutes Auto, denn es hatte ein Schiebedach.
Zuhause angekommen, goss er sich einen doppelten Cognac ein und rauchte eine Zigarette.
Nach zwei weiteren Gläsern zog er sich aus, legte sich aufs Bett, schloss die Augen und sah Lucy vor sich. Mit einem Schlag hatte er ein paar wirklich gute Ideen, um sie und ihren wohlgeformten Körper zu verwöhnen.


Jost Baum, Jahrgang 1954, studierte an der Bergischen Universität in Wuppertal Sozialwissenschaft und Technik sowie an der Université de St. Etienne Soziologie. Er war Lektor in einem Schulbuchverlag, arbeitete als Lehrer an unterschiedlichen Schulformen, war pädagogischer Mitarbeiter eines Regionalen Bildungsbüros, Moderator in der Techniklehrer Fortbildung, entwickelte Lernmaterialien wie: das Brettspiel "Kapitula", das Upcyclingprojekt "Velomobil", die "MSR Computerbox", einen Flipper mit elektronischem Zähler etc. Zuletzt war er Kunstvermittler bei den Urbanen Künsten Ruhr.
Sein erster Krimi hieß "Computer weinen nicht", der 1987 erschien, in den 90iger Jahren folgte eine Reihe mit dem Bochumer Lokalreporter "Eddie Jablonski" als Hauptfigur.

Veröffentlichungen:

  • Kriminalromane zu gesellschaftlich relevanten Themen (Oktober Verlag, KBV, VDP, Ruhrkrimi-Verlag). Der Kinderkrimi "Die Feriendetektive" wurde ins Chinesische und Kroatische übersetzt.
  • Sachbücher (z.B. zu Themen wie Datenschutz und die Rolle neuer Technologien in der Gesellschaft (Verlag an der Ruhr)
  • Publikationen zu naturwissenschaftlichen und technischen Fragestellungen (Westermann, Raabe Verlag, Eduversum Verlag, Kohl Verlag etc.) sowie
  • Zeitschriftenbeiträge zu pädagogischen und sozialwissenschaften Themen in: Deutsch Lernen, Gewerkschafliche Bildungspolitik, Frankfurter Hefte, Päd. Extra, Kunst und Kultur, Menschen, Machen, Medien etc.
  • Hörfunkbeiträge für den WDR und andere Sender

2021 erschien die apokalyptische Politsatire "Palmen an der Ruhr" im Mülheimer Ruhrkrimi-Verlag, mit dem er unter dem Motto: "Literatur aus dem Liegestuhl" auf Lesereise war.

It`s Showtime, Baby. Veröffentlicht unter dem Pseudonym F. W. Parker. A.P.P-Verlag: Laichingen 2016.

Palmen an der Ruhr - Ein Science Fiction Thriller aus dem Ruhrgebiet. Ruhrkrimi: Mülheim/Ruhr 2021.
Des Todes langer Schatten. Oktober: Münster 2014.
Picasso sehen und sterben. Provence-Krimi. Oktober / Monsenstein und Vannerdat: Münster 2007.
Sohle Sieben. KBV Klein & Blechinger: Köln 1996.
Schrebergarten Blues. KBV Klein & Blechinger: Köln 1992.
68er Spätlese. KBV Klein & Blechinger: Köln 1991.
Computer weinen nicht. Verlag für Polizeiliteratur: Hilden 1989.

Die Feriendetektive. Kinderkrimi. edition albarello: Wuppertal 1999.

Eine Raketenmaschine ist ein Rausch. Hanna Reitsch - Psychologie einer Fliegerin. Gem. mit Dieter Jandt. DLF Kultur: 02.06.2009.
Killing Pools. Gem. mit Dieter Jandt. SWR2 - Unterhaltung/Feuilleton: 10.09.2006.
Gescheiterte Erfinder. Gem. mit Dieter Jandt. Feature. Leonardo, WDR 5: 2004.
Hardboiled. Rundfunkfeature. WDR 1 Live: 1999.
Ruhrfrieden oder Keine Chance für Rudi. Hörspiel, 59 Min (nach Motiven von "Schrebergartenblues"). WDR: 1991.
Künstliche Intelligenz - was ist das? Feature. WDR: 1987.
Schnell wie ein Lauffeuer. Feature. WDR: 1987.

Stationenlernen Physik / Klasse 7-8: Fachwissen altersgerecht vermitteln im 7.-8. Schuljahr. Kohl: Kerpen 2021.
Lernwerkstatt Fliegen, Schwimmen, Fahren: Upcycling im Werkunterricht. Kohl: Kerpen 2021.
Stationenlernen Physik / Klasse 5-6: Fachwissen altersgerecht vermitteln im 5.-6. Schuljahr. Kohl: Kerpen 2021.
Lernwerkstatt Velomobil: Upcycling im Werkunterricht. Gem. mit Michael Alfer. Kohl: Kerpen 2020.
Physik für die Berufsfachschule. Bildungsverlag Eins: Köln 2013.
Computer in Betrieb: der Mensch in der automatisierten Produktion. Die Schulpraxis: Mülheim/Ruhr 1987.
Computer und oder Pädagogik?: Ein Arbeits- u. Materialbuch zu d. neuen Techniken u. Medien. Hrsg. von Gewerkschaft Erziehung u. Wiss. im DGB., Pädag. Bearb.: Jost Baum; Wilfried Stascheit. Red.: Jost Baum. Die Schulpraxis: Mülheim/Ruhr 1985.
Flipper, Chips und Arbeitsplätze. Gem. mit Bernd Essler und Wilfried Stascheit. Die Schulpraxis: Mülheim/Ruhr 1984.
Frauen zwischen zwei Kulturen: Ein Beitrag zur Beurteilung der Integrationschancen türkischer Frauen ländlicher Herkunft der 1. Generation in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Hausarbeit im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt der Sekundarfstufe I. Gem. mit Bernhard Marzok. Staatliches Prüfungsamt für Erste Staatsprüfungen für Lehrämter an Schulen: Düsseldorf 1981.

Personenüberwachungssysteme, Datenschutz, Volkszählung: Materialien, Projekte mit und ohne Computer. Gem. mit Wilfried Stascheit. Die Schulpraxis: Mülheim/Ruhr 1986.

Die Blues Boys in der Bronx: Musiktheater. Text: Jost Baum, Musik: Ralf Falk. AS-Productions: Reutlingen 1995.

Ich bin über das Lesen zum Schreiben gekommen. Meine Großmutter nahm mich als kleiner Stöppke an die Hand,und ging mit mir jeden Freitag in die Gemeindebibliothek. Dort durfte ich mir ein Buch aussuchen, das ich dann während der Woche ausgelesen habe. Ich legte mich im Sommer unter den Pflaumenbaum in unserem Garten und habe bis zur Abenddämmerung gelesen.
Als ich alt genug war, für einen eigenen Leseausweis, bin ich zur Stadtbibliothek gegangen. Schwerpunkte hier waren Bücher über technische Erfindungen. Bald begann ich in der Werkstatt meines Großvaters Modellautos, Raketen und Modellflugzeuge zu bauen. Später kam mein Interesse an Französisch hinzu.
Ich habe an der Université von St. Etienne Soziologie studiert. Heraus entstanden erste Veröffentlichungen in Fachzeitschriften. Meine Liebe zu Frankreich und meine häufigen, längeren Aufenthalte, haben zu der Figur des Commissaire Arnoult geführt, ein Kunstliebhaber, Maler und Gourmet, der in Marseille und Umgebung in Fällen von Kunstraub ermittelt. Neben naturwissenschaftlichen/technischen Publikationen, gilt mein Interesse dem Ruhrgebiet und seinen Menschen. Hierdurch sind zahlreiche Kriminalromane und ein Hörspiel entstanden.

Auskunft Autor

Aktualisiert 08.12.2022